Biopic | Großbritannien 2017 | 106 Minuten

Regie: Jonathan Teplitzky

Im Juni 1944 will der britische Premierminister Winston Churchill den US-General Dwight D. Eisenhower von der Landung der Alliierten in der Normandie abbringen, weil er hohe Verluste befürchtet. Als dies misslingt, arbeitet er eigene Pläne für den D-Day aus. Der nur wenige Tage umfassende biografische Abriss aus dem Leben des britischen Staatsmanns will kein Heldenepos sein, zeichnet vielmehr Churchills innere Zerrissenheit als dessen eigentliche Stärke. Die Psychologisierung greift aber zu kurz und wird durch die pathetische Inszenierung unterlaufen; Szenen aus dem Privatleben tragen zur Verklärung des meist schlechtgelaunten, übertrieben gespielten Politikers bei. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
CHURCHILL
Produktionsland
Großbritannien
Produktionsjahr
2017
Regie
Jonathan Teplitzky
Buch
Alex von Tunzelmann
Kamera
David Higgs
Musik
Lorne Balfe
Schnitt
Chris Gill
Darsteller
Brian Cox (Winston Churchill) · Miranda Richardson (Clementine Churchill) · John Slattery (Dwight Eisenhower) · Ella Purnell (Helen) · Julian Wadham (Bernard Montgomery)
Länge
106 Minuten
Kinostart
25.05.2017
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Biopic | Historienfilm | Kriegsfilm | Thriller

Heimkino

Verleih DVD
Universum (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Universum (16:9, 2.35:1, dts-HDMA engl./dt.)
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Diskussion
Winston Churchill (1874-1965) gilt zumindest in Großbritannien auch heute noch als der bedeutendste Politiker des Vereinigten Königreichs. Der Abspann von „Churchill“ wagt sogar die Behauptung, dass er „der größte Brite aller Zeiten“ gewesen sei. Bislang hatte man eigentlich Shakespeare dafür gehalten, zumal Churchill wegen desaströs geplanter Schlachten im Ersten Weltkrieg und einer arroganten Kolonialpolitik zumindest als umstritten gelten darf. Als Premierminister aber avancierte Churchill während des Zweiten Weltkriegs zum Symbol des Durchhaltewillens der britischen Bevölkerung. Unvergessen ist seine „Blood, Toil, Tears and Sweat“-Rede, mit der er die Briten gegen die Nazis einschwor. Dass dieser Mann einmal an sich, seinen Entscheidungen oder Vereinbarungen mit anderen zweifeln könnte, hätte ein schönes Spannung

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