Actionfilm | Japan 2016 | 120 Minuten

Regie: Hideaki Anno

Katastrophale Ereignisse erschüttern die Bucht von Tokio. Ein Heer von Experten diskutiert die möglichen Ursachen, bis sich herausstellt, dass eine durch atomare Strahlung mutierte Urzeitechse die Metropole zu zerstören droht. Die vierte japanische Adaption des seit den 1950er-Jahren präsenten „Godzilla“-Stoffs entfesselt spektakuläre Zerstörungsorgien um ein gigantomanisches, tricktechnisch aber nur dürftig animiertes Monster. Dabei lässt sich der Katastrophenfilm als beißende Kritik am unsäglichen Krisenmanagement der Regierung insbesondere vor dem Hintergrund des Fukushima-Traumas deuten.

Filmdaten

Originaltitel
SHIN GOJIRA
Produktionsland
Japan
Produktionsjahr
2016
Regie
Hideaki Anno · Shinji Higuchi
Buch
Hideaki Anno
Kamera
Kosuke Yamada
Schnitt
Hideaki Anno · Atsuki Sato
Darsteller
Hiroki Hasegawa (Rando Yaguchi) · Yutaka Takenouchi (Hideki Akasaka) · Satomi Ishihara (Kayoko Ann Patterson) · Ren Osugi (Premierminister Seiji Okochi) · Akira Emoto (Ryuta Azuma)
Länge
120 Minuten
Kinostart
04.05.2017
Fsk
ab 12; f
Genre
Actionfilm | Fantasyfilm
Diskussion
Katastrophenfilme wollen nicht nur die Lust am zerstörerischen Spektakel befriedigen, sondern sie artikulieren meist auch tiefsitzende politische oder gesellschaftliche Ängste. Generationen von Psychologen haben sich daran abgearbeitet, wie (Ur-)Ängste, die Furcht vor Fremden oder die Kompensation von Minderwertigkeitskomplexen in Monster-, Mutanten- oder anderen Zerstörerfiguren verarbeitet werden. Dass manche Interpretation dabei nicht minder skurril als ihr Gegenstand ausfiel, sei dahingestellt. Was aber hat es mit den Japanern und der Mutter aller Ungetüme auf sich? Wie in einem nicht endenden Albtraum scheinen sie mit Godzilla ihre ebenfalls nicht auflösbaren Traumata verarbeiten zu wollen: das Dasein auf ihren viel zu kleinen Inseln, „

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