David Lynch: The Art Life

Dokumentarfilm | USA/Dänemark 2016 | 88 Minuten

Regie: Jon Nguyen

Intimes Porträt des Malers, Musikers, Designers und Regisseurs surreal-unheimlicher Filme David Lynch, der in von ihm selbst abgesteckten Interview-Passagen, persönlichen Super-8-Aufnahmen und Fotos von seiner glücklichen Kindheit mit beunruhigenden Einbrüchen erzählt. Die grotesk surrealistischen Einfälle seiner unsichtbar bleibenden Spielfilme spiegeln sich in seinen Gemälden sowie einer kongenial beunruhigenden, akustischen Untermalung. Dabei bleibt der wohlüberlegt auftretende Künstler trotz vornehmlicher Direktheit so hintergründig wie sein Werk, an dem er teilhaben lässt und doch zugleich auch am eigenen Mythos baut.

Filmdaten

Originaltitel
DAVID LYNCH: THE ART LIFE
Produktionsland
USA/Dänemark
Produktionsjahr
2016
Regie
Jon Nguyen · Rick Barnes · Olivia Neergaard-Holm
Buch
Jon Nguyen
Kamera
Jason S.
Schnitt
Olivia Neergaard-Holm
Länge
88 Minuten
Kinostart
31.08.2017
Fsk
ab 0; f
Genre
Dokumentarfilm | Künstlerporträt
Diskussion
Der Künstler im Profil: Mit schlohweiß aufragendem Schopf, die Zigarette im Anschlag, sitzt David Lynch in seinem Sessel und schaut auf das, was der Kameraausschnitt rechts verbirgt. Vogelgezwitscher untermalt die Open-Air-Werkstätte, bevor leises Dröhnen aufkommt, in das dumpfe Pling-Töne fallen – wie Wassertropfen in ein ohnehin schon aufgewühltes Bewusstsein. Die Kamera zeigt das, was man im unsichtbaren Raumausschnitt vermutet: Ein großformatiges Gemälde löst das nächste ab und enthüllt eine Sammelsurium plastischer Gestalten. Düstere Visionen à la Francis Bacon erscheinen auf der Leinwand, unfertig, manchmal entstellt, manche sogar komisch, oft unterschwellig gewalttätig. Ein „Work in Progress“ – das scheint auch auf die Vergangenheit zuzutreffen, die David Lynch nach erster eigener Aussage die Ideen für seine Kunstwerke eingibt. Da hat er sich schon in eine verglaste Souterrain-Kammer vor ein Mikrofon begeben, doch im direkten Interview w

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