Biopic | Finnland/Schweden/Dänemark/Deutschland 2017 | 116 Minuten

Regie: Dome Karukoski

Nach dem Zweiten Weltkrieg verarbeitete der finnische Künstler Touko Laaksonen (1920-1991) unter dem Pseudonym „Tom of Finland“ seine Traumata in homoerotischen Zeichnungen. Anfangs noch im Verborgenen, machte er sich bald international einen Namen, hatte aber stets mit homophoben Anfeindungen zu kämpfen, die während der AIDS-Krise ihren negativen Höhepunkt erreichten. Die dokumentarische Filmbiografie über einen Protagonisten der schwulen Subkultur konzentriert sich vorrangig auf Laaksonens private Beziehungen, während das exzessive Begehren in seinen Bildern weitgehend ausgeklammert wird.

Filmdaten

Originaltitel
TOM OF FINLAND
Produktionsland
Finnland/Schweden/Dänemark/Deutschland
Produktionsjahr
2017
Regie
Dome Karukoski
Buch
Aleksi Bardy
Kamera
Lasse Frank Johannessen
Schnitt
Harri Ylönen
Darsteller
Pekka Strang (Touko Laaksonen) · Lauri Tilkanen (Veli) · Jessica Grabowsky (Kaija) · Taisto Oksanen (Alijoki) · Seumas Sargent (Doug)
Länge
116 Minuten
Kinostart
05.10.2017
Fsk
ab 12; f
Genre
Biopic | Künstlerporträt
Diskussion
In den homoerotischen Zeichnungen von Touko Laaksonen, der besser bekannt ist unter dem Namen Tom Of Finland, spannt und wächst und schwillt es. Die Bilder zeigen supermuskulöse Männer (oder vielmehr: Typen) in knallengen Hosen und knappen Feinrippunterhemden, die im Blick auf deren Körperbau wenig der Fantasie überlassen. Diese Hypermänner sitzen auf dicken Motorrädern, sie verschlingen sich mit den Blicken, fassen sich in den Schritt, treiben es zu zweit, zu dritt, zu vielen. Posen und Ikonografie (Uniformen, Leder, Militärmützen, Lackstiefel, Peitschen) zelebrieren einen fetischisierten Blick auf Macht und Herrschaft, wobei das Männlichkeitsbild, in Opposition zum androgyn-feminisierten Mann,

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