Ghostland - Reise ins Land der Geister

Dokumentarfilm | Deutschland 2016 | 88 Minuten

Regie: Simon Stadler

Seitdem die Menschen vom Stamm der Ju/’Hoansi in Namibia nicht mehr jagen dürfen, leben sie davon, Touristen ein archaisches Leben vorzugaukeln, das sie längst nicht mehr führen. Der unterhaltsame Dokumentarfilm begleitet einige Stammesmitglieder auf eine Reise nach Frankfurt am Main, wohin sie eine Hilfsorganisation eingeladen hat. Zivilisationskritisch, aber ohne erhobenen Zeigefinger verdeutlicht er die extremen Unterschiede zwischen der Stammeskultur und dem großstädtischen Rhythmus, wobei er vor allem von seinen Protagonisten zehrt, die sich über die Errungenschaften des Fortschritts amüsieren.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2016
Regie
Simon Stadler · Catenia Lermer · Sven Mehling
Buch
Simon Stadler
Kamera
Simon Stadler
Schnitt
André Broecher · Markus Frohnhoefer
Länge
88 Minuten
Kinostart
02.11.2017
Fsk
ab 0; f
Genre
Dokumentarfilm
Diskussion
Die von weither angereisten Touristen werden nach ihrer Rückkehr vermutlich erzählen, dass sie in Afrika einen Stamm kennengelernt haben, dessen Mitglieder noch ganz ursprünglich leben. Die Männer und Frauen des Volkes der Ju/'Hoansi, die am Rande der Kalahari-Wüste ein eher karges Dasein fristen, würden diese Berichte allerdings amüsieren. Denn mit ihrem wirklichen Leben haben die Darbietungen, die sie für die Urlauber aufführen, nur wenig zu tun. Dass die Dörfler im Alltag Shorts und T-Shirts tragen und ihre Lendenschürze nur noch für die weißen Gäste zum Einsatz bringen, brauchen diese ja nicht zu wissen. Seitdem der Staat in Namibia das Jagen verboten hat und die Weidezäume der Farmer das Stammesgebiet der Ju/'Hoansi durchziehen, bleiben ihnen

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