Drama | USA/Großbritannien 2017 | 106 Minuten

Regie: George Clooney

Während eine afroamerikanische Familie in einen Mustervorort der 1950er-Jahre zieht und rassistische Aversionen bei den Nachbarn weckt, findet im nebenan liegenden Haus einer US-Vorzeigefamilie der wahre Einzug des Verbrechens statt. Der Einbruch zweier Kleinganoven endet mit dem Tod der an den Rollstuhl gefesselten Mutter, wodurch sich moralische Abgründe auftun und der kleine Sohn verängstigt verfolgt, wie seine Familie in eine blutige Gewaltspirale gerät. Gut gespielter und ausgestatteter, dramaturgisch aber schwacher Versuch, bissige Gesellschaftssatire, schwarz-humorigen Familienkrimi und blutige Groteske zu verknüpfen und zugeich von aktuellen „White Supremacy“-Tendenzen zu erzählen.

Filmdaten

Originaltitel
SUBURBICON
Produktionsland
USA/Großbritannien
Produktionsjahr
2017
Regie
George Clooney
Buch
Joel Coen · Ethan Coen · George Clooney · Grant Heslov
Kamera
Robert Elswit
Schnitt
Stephen Mirrione
Darsteller
Matt Damon (Gardner Lodge) · Julianne Moore (Margaret Lodge) · Oscar Isaac (Roger) · Noah Jupe (Nicky Lodge) · Glenn Fleshler (Ira Sloan)
Länge
106 Minuten
Kinostart
09.11.2017
Fsk
ab 16; f
Genre
Drama | Historienfilm | Kriminalfilm
Diskussion
Endlos reihen sich die schmucken Einfamilienhäuser aneinander, getrennt von fein getrimmten Vorgärten. Ein wie ein Werbeclip aus den 1950er-Jahren aufgemachter Vorspann preist Suburbicon als am Reißbrett entworfene Alternative zum Leben in der Metropole an: sauber, sicher und vor allem: weiß. Als normiert, isoliert, kurz als Siedlungs-(Alb)Traum der White Supremacy kann man den Vorort auch bezeichnen. In solch einer ethnischen Monokultur siedelte schon Tim Burton „Edward mit den Scherenhänden“ (fd 28 836) an, nur dass in „Suburbicon“ keine in schwarzes Leder gekleidete, bleiche Märchengestalt als Figur des Ausschlusses dient, sondern eine afroamerikanische Familie, deren weibliches Familienoberhaupt der Postbote erst einmal für das Hausmädchen hält. „Haben sie schon von den neuen Nachbarn gehört?“, fragte er sich kurz zuvor noch nichtsahnend durch die Nachbarschaft. Der Zuzug der Meyers ist dagegen

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