Genauso anders wie ich

Drama | USA 2017 | 120 Minuten

Regie: Michael Carney

Ein reicher Kunsthändler aus Fort Worth, Texas, lässt sich auf Geheiß seiner Frau auf die Freundschaft mit einem gewalttätigen afro-amerikanischen Obdachlosen ein, um damit nach einem Seitensprung seine Ehe zu retten. Dabei kommt er dem Geheimnis des zutiefst verletzten Mannes auf die Spur. Die biedere Verfilmung eines autobiografischen Bestsellers verhandelt zu viele unterschiedliche Themen und vernachlässigt darüber den naheliegenden alltäglichen Rassismus in den USA. Was bleibt, ist eine naiv aufbereitete Feier des christlich verbrämten Altruismus eines weißen Paars. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
SAME KIND OF DIFFERENT AS ME
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2017
Regie
Michael Carney
Buch
Michael Carney · Alexander Foard · Ron Hall
Kamera
Don Burgess
Musik
John Paesano
Schnitt
Eric A. Sears
Darsteller
Greg Kinnear (Ron Hall) · Renée Zellweger (Deborah Hall) · Djimon Hounsou (Denver Moore) · Jon Voight (Earl Hall) · Olivia Holt (Regan Hall)
Länge
120 Minuten
Kinostart
30.11.2017
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Drama
Diskussion
Wenn es einen „Oscar“ für den „nettesten Film“ des Jahres gäbe, also einen Film, in dem nette Menschen nette Dinge tun, um auch andere zu netten Menschen zu machen, müsste „Genauso anders wie ich“ diese Auszeichnung erhalten. Allerdings ist „Nettigkeit“ noch keine verlässliche Orientierung bei der Bewertung von Kinofilmen, zumal sie häufig als Synonym für „Langeweile“, „Durchschnitt“ und „Oberflächlichkeit“ gilt. Das Regiedebüt von Michael Carney ist von einem Gutmenschentum durchdrungen, das in seiner Banalität schon an Weltfremdheit grenzt. Zwar verzichtet der Film auf den religiösen Kitsch, der etwa in „Die Hütte – Ein Wochenende mit Gott“ (2017, (fd 44 578)) zu sehen war. Dennoch gibt auch hier eine falsch verstandene Religiosität, in der Erscheinungen eine Rolle spielen, die das moralische Handel

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