Call Me by Your Name

Drama | Italien/Frankreich/Brasilien/USA 2017 | 133 Minuten

Regie: Luca Guadagnino

Der 17-jährige Sohn US-amerikanisch-italienischer Akademiker sucht Anschluss an einen ein paar Jahre älteren Doktoranden, der in den Sommerferien in der elterlichen Villa in der Lombardei wohnt. Während der träge dahinziehenden Tage erkennen die beiden, dass sie sich ineinander verliebt haben, und lassen sich auf eine Beziehung ein, wohl wissend, dass sie sich mit dem Ende des Sommers wieder trennen müssen. Entspannt und fast beiläufig inszenierte Romanverfilmung, in der sich das Geschehen und die allmähliche Annäherung der Hauptfiguren mit sensibler Folgerichtigkeit entfalten. Dabei weist der hervorragend interpretierte Film in seiner Einlassung auf Sehnsucht und Vergänglichkeit weit über die Erzählung von erwachender Sexualität und homosexueller Romanze hinaus.

Filmdaten

Originaltitel
CALL ME BY YOUR NAME
Produktionsland
Italien/Frankreich/Brasilien/USA
Produktionsjahr
2017
Regie
Luca Guadagnino
Buch
James Ivory · Luca Guadagnino · Walter Fasano
Kamera
Sayombhu Mukdeeprom
Schnitt
Walter Fasano
Darsteller
Armie Hammer (Oliver) · Timothée Chalamet (Elio Perlman) · Michael Stuhlbarg (Mr. Perlman) · Amira Casar (Annella Perlman) · Esther Garrel (Marzia)
Länge
133 Minuten
Kinostart
01.03.2018
Fsk
ab 12; f
Genre
Drama | Liebesfilm | Literaturverfilmung
Diskussion
Der Sommer 1983 ist lang und heiß in der Lombardei. In der jahrhundertealten Villa saugen die Wandteppiche und edlen Möbel die Sonnenstrahlen auf. Das Licht treibt die Bewohner nach draußen. Dort geht jeder seine eigenen Wege, abgesehen von den Mahlzeiten und an gelegentlichen Regentagen. An einem solchen Tag erweist sich der enge Zusammenhalt der Familie Perlman. Auf dem Sofa finden sie sich zum gemeinsamem Zeitvertreib zusammen, der sich aus dem Übersetzerberuf der Mutter ergibt. Man liest einen Ausschnitt aus den Heptameron-Erzählungen von Margarete von Navarra über die unglückliche Liebe eines Ritters, der mit der Frage ringt, was wohl besser ist: zu reden – oder zu sterben, ohne sich offenbart zu haben? Die Wahl der Geschichte aus dem 16. Jahrhundert ist zufällig, doch sie bringt das Dilemma des 17-jährigen Elio auf den Punkt: Sein Sommer wird von ebensolchen Gedanken bestimmt, von unbekannten, auch unbegreiflichen Gefühlen an der Schwelle zum Erwachsenwerden. „Call Me by Your Name“ ist zuallererst ein außergewöhnliches Jugendlichen-Porträt. Elios Figur ist frei von den stereotypen Zuschreibungen, die das US-amerikanische Kino wieder

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