Komödie | Türkei 2017 | 104 Minuten

Regie: Togan Gökbakar

Knapp zwei Jahrzehnte nach seinem Schulabschluss realisiert ein riesenhafter Mann aus der Unterschicht, dass er von seinen ehemaligen Mitschülern heimlich verspottet wurde, und sinnt auf Rache. Mit rabiaten Mitteln versucht er sich gegen die postbürgerliche Gesellschaft und ihre esoterisch verbrämte Doppelmoral zu behaupten. Die populistische Komödie um einen entgrenzten Antihelden macht auf die innere Zerrissenheit der Gesellschaft aufmerksam, läuft aber Gefahr, von der Selbstvergewisserung zur gewaltverherrlichenden Handlungsanweisung für Modernisierungsverlierer zu werden. (O.m.d.U.) - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
KAYHAN
Produktionsland
Türkei
Produktionsjahr
2017
Regie
Togan Gökbakar
Buch
Şahan Gökbakar · Togan Gökbakar
Kamera
Gérard Simon
Schnitt
Ersin Eker
Darsteller
Şahan Gökbakar (Kayhan) · İrfan Kangı (Orçun) · Gökçe Eyüboğlu (Sevim)
Länge
104 Minuten
Kinostart
08.02.2018
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Komödie
Diskussion

Seit dem ersten „Recep Ivedik“-Film (fd 38 655) rangiert deren Hauptdarsteller Şahan Gökbakar an der Spitze der türkischen Box Office-Liste. Nun kommt die Figur des testosterongesteuerten Modernisierungsverlierers mit einem neuen Alias auf die Leinwand. Doch Kayhan ist lediglich eine jüngere „Ivedik“-Variante, die sich mit hohem Körpereinsatz gegen die Etikette der neuen Oberschicht durchzusetzen versucht. Beim Treffen seiner „Klasse von 1998“ bleibt Kayhan alleine am Tisch sitzen. Die ehemaligen Mitschüler haben alle abgesagt, als sie erfahren haben, dass der ehemalige Klassen-Psycho auch kommen will. Deshalb fällt Kayhan erstmals das Jahrbuch seines Abschlussjahrgangs in die Hände, in dem sich seine „Freunde“ mit bösen Sprüchen über ihn lustig machten – „ein Tag mit Kayhan ist schlimmer als ein Jahrhundert in der Hölle“. Das erzürnt ihn so sehr, dass er fortan auf Rache sinnt. Wie in „Recep Ivedik“ gibt der türkische

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