Die stille Revolution

Dokumentarfilm | Deutschland 2017 | 97 Minuten

Regie: Kristian Gründling

Dokumentarfilm über Veränderungen in der Arbeitswelt, die einem ganzheitlicheren Ansatz folgen. Als der Geschäftsführer der norddeutschen „Upstalsboom“-Hotelkette, Bodo Janssen, das Ausmaß der Unzufriedenheit seiner Mitarbeiter erkannte, krempelte er vor Jahren sein Unternehmen um und stellte die Angestellten ins Zentrum. Der mit zahllosen Experten und Bildmetaphern überfrachtete Film kreist ziemlich unkritisch um den Protagonisten und zeichnet die Geschichte eines Geläuterten recht distanzlos nach. Dabei werden aber durchaus interessante Fragen nach der Zukunft der Arbeit gestellt. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2017
Regie
Kristian Gründling
Buch
Kristian Gründling
Kamera
Christof Oefelein
Musik
Philipp Fabian Kölmel
Schnitt
Florian Achleitner
Länge
97 Minuten
Kinostart
22.03.2018
Fsk
ab 0; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Dokumentarfilm

Heimkino

Verleih DVD
Mindjazz/Al!ve (16:9, 1.78:1, DD2.0 dt.)
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Diskussion

Die meisten Unternehmen sind äußerst hierarchische Organisationen. Nicht nur der Lohnzettel zeugt davon, sondern auch das Maß der von Kollegen im Aufzug gezeigten Freundlichkeit oder die Größe des Büros, so man denn in Zeiten von Großraumbüros überhaupt noch ein eigenes hat. Gleichzeitig hängen die Betriebe von ständiger Verfügbarkeit und Eigeninitiative der Mitarbeiter ab: Weg vom Befehlsempfänger, hin zum Arbeitskraftunternehmer, der von sich aus auf Veränderungen reagiert, was nicht selten in Selbstausbeutung mündet.

Verlangt wird heute ein proaktiver Mitarbeiter, der im Scheinenglisch der Businesswelt im Sinne eines effizienten „Change Management“ etablierte „Workflows challenged“ oder „Pain Points“ von „Projekten“ „adressiert“. Doch abgesehen von dieser Eingeweihtensprache hat sich die Rolle von Mitarbeitern tatsächlich verändert. D

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