Biopic | Deutschland/Indien 2016 | 121 Minuten

Regie: Marvin Litwak

Ein junger Tibeter wächst in seiner durch die chinesische Besatzung kulturell wie religiös entfremdeten Heimat auf. Durch den frühen Tod des Vaters vorzeitig in eine erwachsene Rolle gedrängt, politisiert er sich und gerät in Haft. Als ihm die Flucht gelingt, entkommt er nach Indien. Doch er kann die traumatischen Nachwirkungen der Folter nicht abschütteln und entschließt sich, ein radikales Zeichen für die Freiheit Tibets zu setzen, indem er sich öffentlich verbrennt. Der von ausdrucksstarken Laiendarstellern getragene Film bringt das politische Anliegen der Besetzung Tibets nahe, untergräbt diese Intention allerdings durch die Einbettung in eine allzu forcierte Heldengeschichte.

Filmdaten

Originaltitel
PAWO
Produktionsland
Deutschland/Indien
Produktionsjahr
2016
Regie
Marvin Litwak · Sonam Tseten
Buch
Marvin Litwak
Kamera
Amin Oussar
Schnitt
Fabian Winkelmann
Darsteller
Shavo Dorjee (Dorjee) · Rinchen Palzom (Tenzin) · Tenzin Gyaltsen (Kelsang) · Tashi Choedon (Chesa) · Kathleen Renish (Nachrichtensprecherin)
Länge
121 Minuten
Kinostart
19.04.2018
Fsk
ab 12; f
Genre
Biopic | Drama
Diskussion
In Ingmar Bergmans „Persona“ (fd 14 908) betrachtet Liv Ullmann schockiert die Bilder einer Reportage über den Vietnamkrieg, in der sich ein buddhistischer Mönch auf offener Straße in Saigon selbst anzündet. Lange verweilt die Kamera auf dem Fernsehbildschirm mit dem brennenden Körper, bis dessen Gliedmaßen schließlich zu Boden sinken. Dazwischen sieht man immer wieder das fassungslose, zutiefst erschütterte Gesicht der Betrachterin. Auch den aus Dortmund stammenden Regisseur Marvin Litwak hat ein ähnliches Bild nicht mehr losgelassen. Nachdem er im März 2012 in einem Artikel das Foto des Tibeters Jamphel Yeshi gesehen hatte, der sich ebenfalls selbst verbrannte, reiste er nach Indien und begann mit eigenen Recherchen. Der daraus entstandene Film fragt nach der V

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