Biopic | Italien/Belgien 2017 | 94 Minuten

Regie: Susanna Nicchiarelli

Ambitionierter Versuch einer Rekonstruktion der letzten Karrierestationen der deutschen Sängerin Christa Päffgen (1938-1988), die in den späten 1950er-Jahren als Fotomodell, Warhol-Muse und unter dem Künstlernamen „Nico“ auch als Sängerin der Kultband „The Velvet Underground“ international reüssierte. Der Glamour ihrer Anfänge überlagerte spätere Versuche mit einer anspruchsvolleren Musik. Schwer drogenabhängig und von allerlei Mythen umgeben, verwandelte sich die Künstlerin in eine kultisch verehrte, aber unnahbare „Priesterin der Dunkelheit“. Der in der Hauptrolle kraftvoll und überzeugend gespielte Film interpretiert dies nicht als Niedergang, sondern als eine Art emanzipatorischer Selbstfindung. Der originelle Ansatz bedarf allerdings einer permanenten Rückversicherung all dessen, was die Musikerin hinter sich lassen wollte. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
NICO, 1988
Produktionsland
Italien/Belgien
Produktionsjahr
2017
Regie
Susanna Nicchiarelli
Buch
Susanna Nicchiarelli
Kamera
Crystel Fournier
Musik
Gatto Ciliegia Contro il Grande Freddo
Schnitt
Stefano Cravero
Darsteller
Trine Dyrholm (Christa Päffgen aka Nico) · John Gordon Sinclair (Richard) · Anamaria Marinca (Sylvia) · Sandor Funtek (Ari) · Thomas Trabacchi (Domenico)
Länge
94 Minuten
Kinostart
19.07.2018
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Biopic | Musikfilm

Heimkino

Verleih DVD
FilmKinoText (FF, DD5.1 engl.)
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Diskussion
„Call me Christa!“ Wenn das nur so einfach wäre mit der Rückkehr in die Zeit, bevor die Kölnerin Christa Päffgen, die erst Fotomodell war, ehe sie es nach Rom verschlug und sich in Fellinis „La Dolce Vita“ (fd 9260) selbst spielte, in New York landete, in der Entourage Andy Warhols, wo sie in Nico umgetauft wurde, in mehreren Warhol-Filmen mitwirkte, als Teilzeit-Sängerin bei „The Velvet Underground“ auftrat und dann wieder gefeuert wurde. Internationaler Jet-Set in den 1960er-Jahren. Hier Brian Jones, da Jim Morrison, hier Lenny Bruce, da John Cale. Nicht zu vergessen: Alain Delon. Noch Mitte der 1980er-Jahre wollen die wenigen Journalisten, denen sie dann noch begegnete, immer noch wissen, wie das so war, damals, mit „The Velvet Underground“, als Femme fatale von Lou Reed. Drei Songs für ein Leben, das so viele andere Geschichten und vor allem so viel eigene Kunst, eigene Musik und andere Filmauftritte bereithält, bereithalten könnte. Wenn man sich denn dafür interessiert. Ein paar Jahre nach Nicos Unfalltod auf Ibiza 1988 drehte Susanne Ofterdinger den dokumentarischen Po

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