Biopic | Chile/Großbritannien/Frankreich 2016 | 128 Minuten

Regie: Alejandro Jodorowsky

Zweiter Teil eines als Trilogie angelegten autobiografischen Zyklus von Alejandro Jodorowsky. Es geht um den Abnabelungsprozess von der Familie sowie das Eintauchen in die schillernde Kunstszene von Santiago de Chile Ende der 1940er-Jahre. Zuletzt besteigt der Protagonist einen Ozeandampfer und bricht zu neuen Ufern auf. Der flirrende Bilderbogen voller überraschender Sprünge und Übergänge ist von einer äußerst gegenwärtigen Energie durchdrungen. In grandiosen Einstellungen und mit verblüffenden erzählerischen Lösungen gelingt eine von großer Altersweisheit geprägte Positionsbestimmung, die Herkunft, Individualität und Gesellschaft kreativ aufeinander bezieht. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
POESÍA SIN FIN
Produktionsland
Chile/Großbritannien/Frankreich
Produktionsjahr
2016
Regie
Alejandro Jodorowsky
Buch
Alejandro Jodorowsky
Kamera
Christopher Doyle
Musik
Adan Jodorowsky
Schnitt
Maryline Monthieux
Darsteller
Adan Jodorowsky (Alejandro) · Brontis Jodorowsky (Jaime) · Leandro Taub (Enrique Lihn) · Pamela Flores (Sara, Stella Díaz Varín) · Alejandro Jodorowsky (Alejandro)
Länge
128 Minuten
Kinostart
19.07.2018
Fsk
-
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Biopic | Drama | Fantasyfilm
Diskussion
Im Alter von fast 90 Jahren kehrt der chilenische Regisseur Alejandro Jodorowsky zu seiner Kindheit und Jugend zurück. Auf den Bildern und Stimmungen von „Endless Poetry“ liegt aber nicht der verklärende Blick eines Melancholikers, sondern eine äußerst gegenwärtige Energie. Der Film knüpft unmittelbar an das autobiografische Musicaldrama „La danza de la realidad“ aus dem Jahr 2013 an. Darin schilderte Jodorowsky das Heranwachsen des künftigen Künstlers in einer kleinen Hafenstadt im Norden Chiles; jetzt imaginiert er dessen Abnabelungsprozess von der Familie sowie das Eintauchen in die schillernde Kunstszene von Santiago de Chile. Zuletzt besteigt der nun endgültig erwachsen gewordene, von seiner Mutter aber noch immer „Alejandrito“ genannte Mann einen Ozeandampfer, um alles Bisherige hinter sich zu lassen und zu neuen Ufern aufzubrechen. Was bis zum Ablegen des Schiffes geschieht und vor allem, auf welche Weise dies hier erzählt wird, lässt sich schwerlic

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