Mr Gay Syria

Dokumentarfilm | Türkei/Deutschland/Malta/Frankreich 2017 | 88 Minuten

Regie: Ayse Toprak

Dokumentarfilm über den Versuch, mit einem 24-jährigen Syrier am jährlichen Schönheitswettbewerb „Mr. Gay World“ auf Malta teilzunehmen. Mit der Aktion soll das vom IS-Terrorismus bestimmten Syrienbild in der Weltöffentlichkeit korrigiert und zugleich auf die schwierige Lage homosexueller Flüchtlinge aus muslimisch geprägten Ländern aufmerksam gemacht werden. Handwerklich solide Dokumentation, die das Anliegen ihrer charismatischen Protagonisten vorbehaltlos unterstützt und so eine geradezu freundschaftlich anmutende Nähe zu ihnen entwickelt. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
MR GAY SYRIA
Produktionsland
Türkei/Deutschland/Malta/Frankreich
Produktionsjahr
2017
Regie
Ayse Toprak
Buch
Antoine Simkine
Kamera
Hajo Schomerus
Schnitt
Nadia Ben Rachid
Länge
88 Minuten
Kinostart
06.09.2018
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Dokumentarfilm
Diskussion
„Dieser Film“, notierte die türkische Filmemacherin Ayse Toprak, „ist Teil meines Kampfes für eine bessere Welt“. Mit „Mr. Gay Syria“ stellt sie sich solidarisch an die Seite des in Berlin lebenden Flüchtlings Mahmoud Hassino, einem syrischen Journalisten und Vorkämpfers für LGBTI-Rechte (die Rechte Schwuler, Lesben, Bisexueller, Transsexueller/Transgender und Intersexueller) im arabisch-muslimisch geprägten Raum. Mahmoud ist der erste Blogger der LGBTI-Szene in Syrien. Um den gedanklichen Kurzschluss „Syrien = IS-Terroristen“ aufzulösen, inszenierte er unter homosexuellen Syrien-Flüchtlingen in Istanbul eine Wahl zum „Mr. Gay Syria“ mit dem Ziel, den Gewinner 2016 am Schönheitswettbewerb „Mr Gay World“ auf Malta teilzunehmen zu lassen. Zugleich dient der Contest dazu, auf die lebensbedrohliche Lage der LGBTI-Flüchtlinge aus Syrien aufmerksam machen.

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