Back to the Fatherland

Dokumentarfilm | Österreich/Israel/Deutschland/USA 2017 | 79 Minuten

Regie: Gil Levanon

In den letzten Jahren sind viele Israelis vornehmlich nach Berlin gezogen, häufig zum Unmut ihrer Großeltern, die den Holocaust überlebt haben. Die Gründe für diese Migration umkreist der Dokumentarfilm anhand von vier Protagonisten aus der ersten und der dritten Generation jüdischer Holocaust-Nachfahren, die gemeinsam eine Reise nach Wien und zurück in die Vergangenheit unternehmen. Dabei müssen sich die Auswanderer den Erinnerungen der Großeltern stellen und sich selbst positionieren. Auch die beiden Filmemacherinnen reflektieren in klugen Zwischenspielen ihre eigene Haltung. Der äußerst beredte Film zeichnet ein vielschichtiges Bild nicht nur der jüdischen Auseinandersetzung mit der NS-Geschichte. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
ZURÜCK INS VATERLAND
Produktionsland
Österreich/Israel/Deutschland/USA
Produktionsjahr
2017
Regie
Gil Levanon · Kat Rohrer
Buch
Anneliese Rohrer
Kamera
Tom Marschall
Musik
Tao Zervas
Schnitt
Georg Eggenfellner
Länge
79 Minuten
Kinostart
08.11.2018
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Dokumentarfilm
Diskussion
„Es ist nicht mein Schmerz“, sagt Guy, und meint damit die Erinnerungen seines Großvaters Uri an den Holocaust. Guy spricht von seiner Generation, der dritten Generation, als einer zwiegespaltenen. Es gebe die Großeltern, die gar nichts erzählt und ihr Trauma eher verdrängt haben. Dann aber gebe es auch jene, die nicht aufhören zu reden. Zu denen zählt sein Großvater Uri. In „Back to the Fatherland“ von Kat Rohrer und Gil Levanon wird viel geredet. Die Regisseurinnen beginnen mit einem emblematischen Bild: einer hölzernen Truhe auf einem verstaubten Speicher. Rohrer und Levanon sind Freundinnen, sie bringen ihre eigenen Geschichten mit ein: Levanon ist die Enkelin von Holocaust-Überleb

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