Hans Blumenberg - Der unsichtbare Philosoph

Dokumentarfilm | Deutschland 2018 | 106 Minuten

Regie: Christoph Rüter

Der Filmemacher Christoph Rüter erinnert sich an seinen philosophischen Lehrer Hans Blumenberg (1920-1996) und begibt sich mit zwei ehemaligen Kommilitonen auf eine Reise quer durch Deutschland, um auf den biografischen Spuren des Hochschullehrers die Faszination seines Denkens nachvollziehbar zu machen. Das Road Movie bleibt allerdings nicht beim Anekdotischen stehen, sondern unternimmt seriöse Versuche, Grundbegriffe von Blumenbergs Denken zu skizzieren. Eine sehr unterhaltsame, recht informative Annäherung an einen der produktivsten und einflussreichsten Köpfe seiner Generation. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2018
Regie
Christoph Rüter
Buch
Christoph Rüter · Burkhard Lütke Schwienhorst
Kamera
Patrick Popow
Schnitt
Hanka Knipper
Länge
106 Minuten
Kinostart
22.11.2018
Fsk
ab 0; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Dokumentarfilm
Diskussion

Sehr unterhaltsame, recht informative Annäherung an den Philosophen Hans Blumenberg (1920-1996) durch drei seiner ehemaligen Studenten, die eine Tour auf Blumenbergs Spuren unternehmen und Grundbegriffe seines Denkens skizzieren.

Es klingt nach einer Flaschenpost aus einer anderen Zeit. Obwohl Hans Blumenberg (1920-1996) einer der produktivsten und einflussreichsten Philosophen seiner Generation war, legte er höchsten Wert auf den Nimbus der Unsichtbarkeit. Keine Interviews, keine Talkshow-Auftritte, nur zwei offizielle Fotos und nach seiner Emeritierung der Rückzug in seine Schreibhöhle nach Altenberge, wo er bis zu seinem Tod noch zahlreiche Publikationen erarbeitete.

Das ist eine echte Herausforderung, wenn man als Filmemacher und erklärter Fan des Dichter-Philosophen Blumenberg den Nachgeborenen von der Faszination, die vom Denken und der Erscheinung dieser Person ausgeht, erzählen möchte. Als Material bleiben dann vor allem Erinnerungen von Zeitgenossen, ein paar Gänge ins Archiv und, als Quell steter Freude, die Stimme des Meisters – Aufzeichnungen von Vorlesungen und Diktate.

Als Ausgangspunkt dienen die Erin

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