Der Gang in die Nacht

Drama | Deutschland 1920 | 81 Minuten

Regie: Friedrich Wilhelm Murnau

Ein Arzt trennt sich von seiner Verlobten, um mit einer schönen Tänzerin zusammenzuleben. Die beiden ziehen in ein Haus auf dem Land am Meer, doch die Geliebte wird in dem gutbürgerlichen Dasein nie ganz heimisch. Von Unruhe und Sehnsucht getrieben, verliebt sich in einen an einem Augenleiden erkrankten Maler, dem der Arzt die Sehkraft zurückgab. Die Tänzerin schließt sich dem dem Künstler an, doch als dieser erneut zu erblinden droht, ist sie auf die Hilfe ihres Ex-Mannes angewiesen, was in einer Katastrophe mündet. Das Stummfilm-Melodram über die ebenso vitale wie destruktive Macht menschlicher Emotionen beeindruckt vor allem durch seine Landschaftsaufnahmen und den Einsatz von Naturphänomenen wie einem Unwetter, in denen das unruhige Innenleben der Figuren plastisch nach außen gekehrt wird. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
1920
Regie
Friedrich Wilhelm Murnau
Buch
Carl Mayer · Harriet Bloch
Kamera
Max Lutze
Musik
Richard Siedhoff
Darsteller
Olaf Fønss (Dr. Eigil Börne) · Erna Morena (Helene) · Conrad Veidt (Der Maler) · Gudrun Bruun Stephensen (Lily) · Clementine Plessner
Länge
81 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 0
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Drama | Stummfilm

Heimkino

Die Edition umfasst den Film mit einer Orchestermusikbegleitung von Richard Siedhoff (eingespielt vom Metopolis-Orchester Berlin unter Leitung von Burkhard Götze) sowie mit einem Live-Mitschnitt einer Klavierbegleitung von Richard Siedhoff. Die Extras umfassen u.a. den Stummfilm "Scherben" von 1921 (66 Min., Regie: Lupu Pick - Drehbuch: Carl Mayer - Kamera: Friedrich Weinmann - Darsteller: Werner Krauß, Hermine Straßmann-Witt, Edith Posca, Paul Otto - Produktion: Rex-Film, Berlin) mit dem Live-Mitschnitt einer Musikbegleitung von Christian Roderburg und dem Filmmusik-Ensemble der Musikhochschule in Wuppertal. Zudem enthalten ist die Dokumentation "Musik für Murnau" (30 Min., Deutschland 2018 - Drehbuch, Regie und Produktion: Richard Siedhoff - Kamera: Mykyta Sierov) sowie ein Booklet (20 Seiten) mit Essays von Stefan Drößler, Werner Sudendorf, Anton Kaes, Richard Siedhoff und Louis Delluc. Die Edition ist mit dem Silberling 2018 ausgezeichnet.

Verleih DVD
Edition Filmmuseum (FF, DD2.0)
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