Drama | Deutschland 2017 | 92 Minuten

Regie: Anatol Schuster

Eine junge Russlanddeutsche verliebt sich in ein gleichaltriges Mädchen aus ihrer Schule, das durch spektakuläre politische Aktionen auffällt. Doch die exaltierte Draufgängerin weist die Avancen der stillen Außenseiterin immer wieder zurück, ohne jedoch den Kontakt abzubrechen. Der zauberhafte Film über das Erwachsenwerden kleidet die Liebe zweier junger Frauen in poetisch-musikalische Bilder und webt ein filigranes Netz aus Andeutungen, Interpretationen und Enttäuschungen, die den Protagonisten und ihren Geschichten mit großen Geduld und Ausdauer näherkommen. Dabei geht es um Traumata, Schuld und Wut, aber auch um Momente der Erkenntnis, in denen man über den eigenen Schmerz den des anderen versteht. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2017
Regie
Anatol Schuster
Buch
Britta Schwem · Anatol Schuster
Kamera
Julian Krubasik
Musik
Henrik Ajax
Schnitt
Gesa Jäger
Darsteller
Lara Feith (Louk) · Paula Hüttisch (Manja) · Anna Brodskaja (Aziza) · Jakob D'Aprile (Phil) · Pinar Erincin (Fadime)
Länge
92 Minuten
Kinostart
14.02.2019
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Drama

Ein zauberhafter, in poetisch-musikalischen Bildern entfalteter Film über die Liebe zweier junger Außenseiterinnen.

Diskussion

Ein zauberhafter, in poetisch-musikalischen Bildern entfalteter Film über die Liebe zweier junger Außenseiterinnen.

Dass es Begegnungen gibt, die einen Menschen „umhauen“, nimmt Regisseur Anatol Schuster ganz wörtlich. In seinem Hochschulabschlussfilm „Luft“ läuft die 17-jährige Manja wie hypnotisiert durch die Welt, seitdem sie im Wald von einer jungen Frau umgerannt wurde. Sie will diese kampflustige Person unbedingt kennenlernen, die ihr durch die Wucht des Aufpralls die Brille vom Kopf riss – und einen Kuss auf den Mund drückte.

Der bezaubernde, geistreiche Debütfilm besticht vor allem durch seine durchdachte Komposition. Der Filmemacher rollt das Genre des Adoleszenzdramas einmal von der anderen Seite auf und schickt eine junge Frau nicht auf die Suche nach sich selbst. Denn Manja weiß, wer sie ist und was sie sich wünscht; die Schaus

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