Drama | USA 2018 | 85 Minuten

Regie: Jonah Hill

Los Angeles in den 1990er-Jahren. Ein 13-jähriger Junge ist kein Kind mehr, hat sich aber noch nicht als Teenager gefunden. Als er sich mit Heranwachsenden aus einem örtlichen Skaterladen anfreundet, eröffnet sich ihm eine bislang unbekannte Welt mit Alkohol, Marihuana, Ärger mit der Polizei und ersten sexuellen Erfahrungen. Mit neuem Selbstbewusstsein kann er sich aus seiner familiären Umklammerung lösen. Der formal ambitionierte, liebevoll erzählte und sorgfältig gestaltete Film handelt von Identitätsfindung und sozialer Zugehörigkeit. Die Inszenierung setzt auf bewährte Muster von Filmen über das Erwachsenwerden und frönt einer nostalgisch verklärten popkulturellen Dingwelt - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
MID90S
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2018
Regie
Jonah Hill
Buch
Jonah Hill
Kamera
Christopher Blauvelt
Musik
Trent Reznor · Atticus Ross
Schnitt
Nick Houy
Darsteller
Sunny Suljic (Stevie) · Katherine Waterston (Dabney) · Lucas Hedges (Ian) · Na-kel Smith (Ray) · Olan Prenatt (Fuckshit)
Länge
85 Minuten
Kinostart
07.03.2019
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Drama | Komödie | Tragikomödie
Diskussion

In den 1990er-Jahren freundet sich ein 13-Jähriger in Los Angeles mit Jungs aus einem Skaterladen an und entdeckt darüber eine bislang unbekannte Welt. Ein formal ambitioniertes, liebevoll erzähltes Drama über Identitätsfindung und Zugehörigkeit.

Die ersten Bilder von „Mid90s“ gelten Stevies „Turtles“-Bettwäsche. Die ist Mitte der 1990er-Jahre schon retro oder, wie es voller Verachtung einmal heißt: „Voll 80er“! Immer wieder richtet der Film den Blick liebevoll, mitunter sogar obsessiv auf die popkulturelle Dingwelt: auf Poster, T-Shirts mit Aufschriften von Computerspielen und Filmen, aber auch auf selbstgestaltete Kultobjekte wie Mixtapes. Sie geben Auskunft über die Identität der Figuren, ihre Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe oder einem Milieu. Eines ist dabei klar: einem 15-jährigen Jungen, der sich nachts in niedliche Schildkröten bettet, fehlt es an beidem.

„Mids90“, das Regiedebüt des Schauspielers

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