Dokumentarfilm | Deutschland 2019 | 90 Minuten

Regie: David Dietl

Mit dem Aufstieg der Club-Szene gewann in den 1990er-Jahren die Rolle des Türstehers immer mehr an Bedeutung. Von ihm mit Namen und Schulterklopfen begrüßt zu werden, gilt seither als begehrte Auszeichnung. Der Film begleitet drei legendäre Berliner Türsteher über einen längeren Zeitraum und lässt sie von ihrer Arbeit und ihrem Leben erzählen. Ein melancholisches, aber auch etwas oberflächliches Porträt dreier alternder Lebenskünstler und ihrer Erinnerungen an wildere Zeiten. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2019
Regie
David Dietl
Buch
David Dietl
Kamera
Raphael Beinder · Eric Ferranti · Sebastian Klatt · Philip Haucke
Musik
Basti Schwarz · Max Bauer · David Specht · Paul Eisenach
Schnitt
Stefan Oliveira-Pita · Laura Heine · Thomas Krause
Länge
90 Minuten
Kinostart
11.04.2019
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Dokumentarfilm
Diskussion

Doku über drei legendäre Berliner Türsteher, ihre Arbeit und ihr Leben.

Der Ausschluss ist eine der Herzkammern des Pop. Bereits Anfang der 1980er-Jahre brachte es die Band „Family 5“ auf den Punkt: „Du wärst so gern dabei / Doch wir lassen dich nicht rein.“ Was seinerzeit noch auf jugendliche Subkulturen gemünzt war, bekam in den folgenden Jahrzehnten ein Gesicht. Mit dem Aufstieg der Club-Kultur vollzog sich auch der Aufstieg des Türstehers (englisch: „bouncer“) vom leicht prolligen Haudrauf auf dem Kiez zur legendären Figur eines exklusiven Clubs, in den er nach bestimmten Regeln, mit Bauchgefühl oder aus Erfahrungen Einlass gewährt oder verwehrt. Vom Türsteher des Lieblingsclubs mit Namen und Schulterklopfen begrüßt zu werden, ist der Adelsschlag der Clubszene.

Der Filmemacher David Dietl

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