Biopic | USA 2018 | 99 Minuten

Regie: Jon S. Baird

Im Jahr 1953 ist der Ruhm des US-Komiker-Duos Stan Laurel & Oliver Hardy verblasst, als sich die gealterten Entertainer noch einmal zu einer Theatertour durch England, Schottland und Irland aufmachen. Ihre letzte Tournee steht jedoch unter einem schlechten Stern, da die beiden vor halbleeren Sälen auftreten, Hardy gesundheitlich angeschlagen ist und alte Konflikte wieder aufbrechen. Die an den historischen Tatsachen orientierte Filmbiografie erstaunt mit zwei phänomenalen Darstellern und verblüffenden Nachinszenierungen originaler Filmszenen und Sketche. Neben den Bühnen- und privaten Backstage-Sequenzen arbeitet der Film das Thema der Bedrohung künstlerischer Klasse durch kommerzielle Einschränkungen aber nur oberflächlich heraus. - Ab 12.

Filmdaten

Originaltitel
STAN & OLLIE
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2018
Regie
Jon S. Baird
Buch
Jeff Pope
Kamera
Laurie Rose
Musik
Rolfe Kent
Schnitt
Billy Sneddon · Úna Ní Dhonghaíle
Darsteller
Steve Coogan (Stan Laurel) · John C. Reilly (Oliver Hardy) · Shirley Henderson (Lucille Hardy) · Nina Arianda (Ida Kitaeva Laurel) · Rufus Jones (Bernard Delfont)
Länge
99 Minuten
Kinostart
09.05.2019
Fsk
ab 0; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 12.
Genre
Biopic | Drama | Komödie

Heimkino

Die Extras umfassen u.a. die gekürzte, dt. synchonisierte Fassung des Kurzfilms "Laurel und Hardy - Der zermürbende Klaviertransport" (USA 1932, R: James Parrott, 25 Min.) Zudem erhältlich als "3-Disc Limited Collector's Edition". Die Bonusdisk enthält u.a. den Dokumentarfilm "Laurel und Hardy - Die komische Liebesgeschichte von Dick & Doof" (103 Min.). Die "Collector's Edition" ist mit dem Silberling 2019 ausgezeichnet.

Verleih DVD
Capelight (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Capelight (16:9, 2.35:1, dts-HDMA engl./dt.)
DVD kaufen

Filmbiografie über die letzte Theatertournee des legendären Komiker-Duos Laurel & Hardy, die in Steve Coogan und John C. Reilly verblüffend wirklichkeitsnahe Film-Wiedergänger gefunden haben.

Diskussion

Eine „Sentimental Journey“ ist „Stan & Ollie“ in mehrfacher Hinsicht. Passenderweise beginnt der Film mit einer langen Fahrt durch ein Studiogelände in Hollywood. Das Kameraauge gleitet an Statistenhorden, Lampenbatterien und Filmkulissen vorbei, in einer Plansequenz, wie sie alleine Computertechnik zu zaubern vermag. Das alte Hollywood trifft die neue, volldigitale Traumfabrik.

Doch ohne analoge Schauspielkunst geht es nicht. Zumindest, wenn ein Mythos wie „Laurel and Hardy“ rekreiert werden soll. Verblüffend, wie Steve Coogan als Stan Laurel und ein mit Fatsuit und aufwändiger Schwabbelmaske ausgestatteter John C. Reilly als Oliver Hardy sich die Ticks und das Timing des großen Komiker-Duos angeeignet haben, einschließlich des legendären „Slow Burn“, der verzögerten Reaktion. In einer Reihe authentischer Theatersketche zeigen die Darsteller eine Mimikry, ein imitatorisches Können, das auch großen Schauspielern nicht immer gegeben ist.

Die schwerelose Virtuosität ihrer Vorbilder erreichen Coogan und Reilly auch in dem legendären Tanz vor dem Saloon aus „Dick und Doof im Wilden West

Filmdienst Plus

Kommentar verfassen

Kommentieren