Drama | Portugal/Brasilien/Frankreich 2018 | 97 Minuten

Regie: Gabriel Abrantes

Ein fiktiver portugiesischer Fußballstar verschießt im entscheidenden Augenblick einen Elfmeter, weil er tags zuvor einem Flüchtlingsboot begegnet ist. In der Folge endet nicht nur seine Karriere, sondern er gerät auch ins Visier der Steuerfahndung, adoptiert einen vermeintlichen Flüchtling und wird von seinen habgierigen Schwestern an die nationalistische Regierung verhökert. Die aberwitzige Filmsatire jongliert enthemmt mit den Bildern einer globalen Popkultur und nutzt eine Vielzahl von Filmgenres für eine anspielungsreiche Revue über die Widersinnigkeiten der Gegenwart. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
DIAMANTINO
Produktionsland
Portugal/Brasilien/Frankreich
Produktionsjahr
2018
Regie
Gabriel Abrantes · Daniel Schmidt
Buch
Gabriel Abrantes · Daniel Schmidt
Kamera
Charles Ackley Anderson
Musik
Adriana Holtz
Schnitt
Ulysse Klotz
Darsteller
Carloto Cotta (Diamantino Matamouros) · Cleo Tavares (Aisha Brito) · Anabela Moreira (Sonia Matamouros) · Margarida Moreira (Natasha Matamouros) · Carla Maciel (Dr. Lamborghini)
Länge
97 Minuten
Kinostart
30.05.2019
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Drama | Fantasy | Komödie
Diskussion

Aberwitzige Filmfantasie um einen portugiesischen Fußballstar, der durch die Begegnung mit Flüchtlingen auf dem Mittelmeer aus der Kurve getragen wird.

Noch vor den ersten Bildern stellt ein Insert unmissverständlich klar: Alles, was in „Diamantino“ folgt, ist erfunden! Die Figuren, die Handlung, die Gen-Technik, die Produkte, die flauschigen Welpen. Alles. Außerdem kam kein Tier während der Dreharbeiten zu Schaden...

Und so wird die unglaubliche Geschichte von ihm selbst erzählt, von Diamantino Matamouros, dem super-attraktiven und mega-erfolgreichen portugiesischen Fußballprofi, dessen einzigartiges Talent ihn in den Kathedralen der Gegenwart als modernen Michelangelo erscheinen lässt, wenn er die portugiesische Nationalmannschaft im Alleingang ins Finale schießt. Gegen Schweden! Da merkt man schon, wie die Fantasie der Regisseure Gabriel Abrantes und Daniel Schmidt in ihrem Spielfilmdebüt ins Kraut schießt. Auch wenn Physiognomie und Gestik von Diamantino durchaus ein wenig an einen „realen“ Portugiesen im gleichen Gewerbe erinnern.

Ein Rudel

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