A Confession

Krimi | Großbritannien 2019 | 6 Folgen Minuten

Regie: Paul Andrew Williams

Eine auf realen Vorkommnissen beruhende britische Krimi-Serie über die Ermittlung im Fall einer spurlos verschwundenen Frau in einer englischen Kleinstadt. Eine großangelegte Suchaktion führt zwar zu einem Hauptverdächtigen, doch der ermittelnde Detective gerät darüber in das Dilemma, entweder strikt die Dienstvorschriften zu befolgen oder alle Mittel auszuschöpfen, um einen Mörder das Handwerk zu legen. Die Serie variiert das Genre-Motiv eines vermissten Opfers und widmet sich insbesondere den emotionalen Folgen bei den betroffenen Familien. Glaubwürdig und anspruchsvoll werden überdies ethische Fragestellungen zwischen Recht und Gesetz, richtigem und gerechtfertigtem Handeln verhandelt. In den Hauptrollen eindrucksvoll gespielt. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
A CONFESSION
Produktionsland
Großbritannien
Produktionsjahr
2019
Regie
Paul Andrew Williams
Buch
Jeff Pope · Steve Fulcher
Kamera
Vanessa Whyte
Musik
Niall Byrne
Schnitt
James Taylor
Darsteller
Martin Freeman (Det. Supt. Stephen Fulcher) · Siobhan Finneran (Elaine Pickford) · Imelda Staunton (Karen Edwards) · Peter Wight (Charlie Edwards) · Derek Riddell (Pete)
Länge
6 Folgen Minuten
Kinostart
-
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Krimi | Serie

Eine auf realen Vorkommnissen beruhende britische Krimi-Serie über die Ermittlung im Fall einer spurlos verschwundenen Frau in einer englischen Kleinstadt.

Diskussion

Eine junge Frau verschwindet in einer englischen Kleinstadt mit (scheinbar) intaktem sozialen Gefüge. Hier kennt man sich und grüßt sich auch dann noch, wenn die Lebenswege sich getrennt haben. Die Polizei ist die Mitte der Gesellschaft, mit niedrigschwelligem Hilfsangebot und flachen Hierarchien. So führt sich „A Confession“ ein, eine sechsteilige britische Krimi-Serie „nach einer wahren Begebenheit“.

Das Intro verweist auf den dokumentarisch-realistischen Charakter oder zumindest auf den Anspruch der Produktion, die „umfänglichen Recherchen“ um den Mordfall Sian O’Callaghan angemessen zu schildern, der in den Jahren 2011 und 2012 die englische Öffentlichkeit wie auch das Justizsystem aufwühlte. Dabei geht es im Kern um die Frage, ob und mit welchen Mitteln man bei „Gefahr im Verzug“ Aussagen eines dringend Tatverdächtigen erlangen darf, und ob in der Konsequenz ein – ohne Rechtsbelehrung und -beistand – zustande gekommenes Geständnis vor Gericht verwertet werden kann. In dem Entführungsfall ging es immerhin um Leben oder Tod des Opfers. Parallelen zum deutschen Polizei- und Gerichtswesen, etwa zum Fall Gäfgen/von Metzler, ließen sich ziehen.

Ein Polizeibeamte

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