Historienfilm | Großbritannien 2020 | Minuten

Regie: Birgitte Stærmose

In den 1870er-Jahren ist Fußball in England noch weitgehend ein Freizeitsport für Gentlemen aus der Oberschicht, jedoch beginnen auch Männer aus der Arbeiterschicht sich für Fußball zu begeistern. Die britische Historien-Miniserie beleuchtet die Entwicklung des Spiels zum Nationalsport, festgemacht an zwei Männern aus unterschiedlichen sozialen Schichten, denen ihre Liebe zum Fußball gemeinsam ist. Dabei geht es nicht nur ums Überwinden von Klassenschranken, sondern auch um die einsetzende Professionalisierung des Sports und seine Entwicklung zum großen Geschäft. Das fußballhistorische Thema weitet sich dabei zum Gesellschaftsporträt, das an spannende persönliche Geschichten gekoppelt wird; auch die Inszenierung der Fußballsequenzen zeugt von Kennerschaft und Liebe zum Sport. - Sehenswert ab 12.

Filmdaten

Originaltitel
THE ENGLISH GAME
Produktionsland
Großbritannien
Produktionsjahr
2020
Regie
Birgitte Stærmose
Buch
Tony Charles · Oliver Cotton · Julian Fellowes
Musik
Harry Escott
Schnitt
David Thrasher
Darsteller
Edward Holcroft (Arthur Kinnaird) · Charlotte Hope (Margaret Alma Kinnaird) · Craig Parkinson (James Walsh) · Ben Batt (Cartwright) · Henry Lloyd-Hughes (Alfred Lyttelton)
Länge
Minuten
Kinostart
-
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 12.
Genre
Historienfilm | Serie

Eine britische Drama-Serie um die Anfänge des Fußballsports in England und seine Entwicklung vom Oberschichten- zum Massensport – und zum großen Geschäft.

Diskussion

Schöne Seelen, große Gefühle! Edle Damen und kernige Kerle, feiner Zwirn und raues Kattun, gesellschaftliches Upstairs and Downstairs: Julian Fellowes („Downton Abbey“) als Showrunner gelingt – wieder einmal! – ein unterhaltsamer und in Teilen ordentlich spannender Überraschungserfolg mit seiner epischen Erkundung der Anfänge des Fußballspiels auf der Insel: „The English Game“. Im Verlauf der sechsteiligen Dramaserie erweist sich die Wahl des Stoffes als probates Vehikel, auch ungeahnte weitere, Fellowes stets besonders am Herzen liegende Themen künstlerisch darzustellen: das englische Klassen- und Ständesystem im Herbst seiner Wirkmächtigkeit gegenüber einem „Frühling“ der Frauen, die in einer Männergesellschaft vieles in die eigene Hand nehmen (während die Jungs den Ball kicken), schließlich, von ferne, eine Beleuchtung auf die zu Ende des 19. Jahrhunderts rapide sich verändernden wirtschaftlichen und sozialen Bedingungen im Lande.

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