Dokumentarfilm | Deutschland 2020 | 72 Minuten

Regie: Michael Kranz

Eine 15-jährige Sexarbeiterin aus Michael Glawoggers Dokumentarfilm „Whores’ Glory“ bewegt den Filmstudenten Michael Kranz so sehr, dass er nach Bangladesch fliegt und nach Wegen sucht, dem Mädchen zu helfen. Sein Einsatz bewirkt Gutes, doch der Film, den er darüber dreht, bleibt im Wechsel zwischen essayistischem Selbstporträt, Heldenreise und Human-Touch-Story ziemlich zerfahren. Persönliches Erleben, menschliches Leid, schwer durchschaubare Ungerechtigkeiten und Ausbeutung erscheinen unreflektiert durcheinandergemischt. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2020
Regie
Michael Kranz
Buch
Michael Kranz
Kamera
Dirk Richard Heidinger · Michael Kranz
Musik
Vedanth Bharadwaj
Schnitt
Stine Munch · Miriam Märk · Maria Wördemann
Länge
72 Minuten
Kinostart
-
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Dokumentarfilm

Doku über einen Filmstudenten der HFF München bei seinem Versuch, einer jungen Sexarbeiterin aus Bangladesch zu helfen.

Diskussion

„Was tun von Michael Kranz beginnt als ethische Reflexion über Mitgefühl, Bildermachen und Aktionismus, setzt sich fort als nonchalantes Stück Direct Cinema aus der Stadt Faridpur in Bangladesch und endet in einer Art inspirierender Human-Interest-Story, wie man sie im Rahmen von Spendenaufrufen sieht. Man könnte auch sagen, dass der Film als essayistisches Selbstporträt des leidenden Künstlers beginnt, im Mittelteil zeigt, wie er sich aller postkolonialistischen Vorurteile zum Trotz als helfender Deutscher inszeniert, bis er letztlich vom Glück einer Intervention erzählt.

Der studentische Abschlussfilm zeigt den Versuch des Filmemachers, im Milieu der Sexarbeiterinnen in Bangladesch zu helfen. Dass das Thema durchgekaut erscheint, ändert nichts an den Zuständen. Die Frage, ob man helfen soll oder kann, stellt Kranz in einem eindrücklichen, an Chris Marker oder

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