Abel (1986)

- | Niederlande 1986 | 105 Minuten

Regie: Alex van Warmerdam

Ein 31jähriger Spätentwickler widersetzt sich allen Bemühungen seiner gutbürgerlichen Eltern, ihn in ein "normales" Leben zu locken. Eine Familienfarce mit weitgehend sicherem Gespür für lakonische Alltagskomik am Rand der sozialen Groteske, die mit tragikomischen Akzenten dem niederländischen "Nationalsyndrom" Normalität zu Leibe rückt. (O.m.d.U.)

Filmdaten

Originaltitel
ABEL
Produktionsland
Niederlande
Produktionsjahr
1986
Regie
Alex van Warmerdam
Buch
Alex van Warmerdam
Kamera
Marc Felperlaan
Musik
Vincent van Warmerdam
Darsteller
Alex van Warmerdam (Abel) · Olga Zuiderhoek (Dove) · Henri Garcin (Victor) · Annet Malherbe (Sis) · Loes Luca (Christine)
Länge
105 Minuten
Kinostart
-
Fsk
-
Diskussion
Der 31jährige Abel hat zwar keinen Bruder Kain zu fürchten, doch mit Victor und Dove ein gutbürgerliches Elternpaar, das dem recht sonderbaren Spätentwickler "ordentlich" zusetzt. Victor, stolzer Vize-Direktor irgendeiner Behörde, will Abel endlich auf eigenen Füssen stehen sehen, was nichts anderes heißt, als in die väterlichen Fußstapfen zu treten. Dove dagegen hält hartnäckig an ihrem einzigen Objekt mütterlicher Fürsorge fest, das demzufolge seinen Fuß noch nie vors elterliche Heim setzen mochte. Abels bevorzugter Platz ist eine Art Kinderstube direkt unterm Dach, wo er am liebsten das Bett hütet - sofern er nicht seiner Passion frönt und mit der Schere Jagd auf Fliegen macht. Wie von einem Hochsitz fällt sein Blick auf das anonyme Häusermeer gegenüber, dessen monotone Fassade er mit dem Fernrohr nach vereinzelten Lebenszeichen absucht. Gewohnheitsmäßig führen die Mahlzeiten die Kleinfamilie zusammen, was wider alle Bemühungen stets in Streit mündet. So geschieht es ausgerechnet auch an der fest

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