James und der Riesenpfirsich

Literaturverfilmung | USA 1995 | 79 Minuten

Regie: Henry Selick

In einem Riesenpfirsich gelingt es einem Waisenkind, seinen gemeinen Stieftanten zu entkommen, wobei ihm einige antropromorphe Insekten und ein Schwarm Möwen behilflich sind. Eine uneinheitliche, in einigen Passagen erstaunliche, in anderen Teilen ermüdende Verfilmung des Kinderbuchs von Roald Dahl, die wegen ihrer bedrückenden Stimmung für Kinder ungeeignet ist. Die Trickfilmsequenzen erreichen mitunter hohe künstlerische Qualität. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
JAMES AND THE GIANT PEACH
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
1995
Regie
Henry Selick
Buch
Karey Kirkpatrick · Jonathan Roberts
Kamera
Pete Kozachik · Hiro Narita
Musik
Randy Newman
Schnitt
Stan Webb
Darsteller
Paul Terry (James) · Joanna Lumley (Tante Spitzig) · Miriam Margolyes (Tante Schwamm) · Pete Postlethwaite (alter Mann) · J. Stephen Coyle (2. Reporter)
Länge
79 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Literaturverfilmung

Diskussion
In "Nightmare Before Christmas" (fd 31 095), Henry Selicks und Tim Burtons erstem gemeinsamen Puppentrickfilm, gibt es eine Szene, in der ein Kind in seinem Weihnachtspäckchen entsetzt einen Schrumpfkopf entdeckt. In den bedrückenden Albträumen der beiden Filmemacher haben Kinder nicht viel zu lachen. Der Umstand, daß man sich diesmal einem im angelsächsischen Sprachraum allseits bekannten Kinderbuchklassiker zuwandte, ändert daran wenig. "James und der Riesenpfirsich" ist ein Kunstwerk zwischen den Stühlen: Roald Dahls fliegenden Riesenpfirsich haben Selick und Burton geradewegs in die schmale Spalte zwischen Kinder- und Erwachsenenwelt gesteuert und dort hilflos und manövrierunfähig stranden lassen. Es ist ein in seinem Stimmungsgehalt, aber auch in seiner visuellen Fantasie ebenso imponierender wie schwer faßlicher Film, in seiner künstlerischen Autonomie so radikal wie in seiner Widerborstigkeit gegenüber den Erwartungen des Publikums. Das kommerzielle Desaster erscheint bewußt in Kauf genommen.

Daß Kinder als Zielgruppe unerwünscht sind, wird schon in den ersten Metern klargestellt. In einer ins Überwirkliche stilisierten Postkartenidylle - Anfang und Ende dieses Films sind als Realfilm gedreht - erlebt der junge James mit seinen liebevollen Eltern einen Badetag am Meer. Den Blick in die Wolken gerichtet, lassen sie ihre Vorstel

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