Undercover (1994)

Drama | Großbritannien/Deutschland 1994 | 107 Minuten

Regie: Philip Davis

Vier Polizisten werden in die Hooligan-Szene eines Londoner Fußballclubs eingeschleust, um die Hintermänner zu entlarven. Beim Balanceakt zwischen bürgerlicher Identität und vorgetäuschter Rolle gerät ein Ermittler ins Straucheln und gleitet ins rechtsradikale Milieu ab. Ein atmosphärisch und vor allem schauspielerisch überzeugender Film, der aber die Hintergründe fanatischer Begeisterung und latenter Gewaltbereitschaft nicht klärt.

Filmdaten

Originaltitel
UNDERCOVER
Produktionsland
Großbritannien/Deutschland
Produktionsjahr
1994
Regie
Philip Davis
Buch
Vincent O'Connell
Kamera
Thomas Mauch
Musik
Will Gregory
Schnitt
Inge Behrens
Darsteller
Reece Dinsdale (John) · Richard Graham (Trevor) · Perry Fenwick (Eddie) · Philip Glenister (Charlie) · Warren Clarke (Bob)
Länge
107 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Genre
Drama
Diskussion
Randalierende Fußballfans sind kein ausschließlich britisches Phänomen. Seit den 80er Jahren aber hat sich nicht von ungefähr der englische Ausdruck "Hooligan" für jene eingebürgert, die nicht nur ihre Mannschaft fanatisch anfeuern, sondern es auf handfeste Auseinandersetzungen mit den gegnerischen Anhängern abgesehen haben. Während der Thatcher-Ära mit ihren harten wirtschaftlichen und politischen Reformen kam es in und um englische Fußballstadien öfter zu schockierenden Massenschlägereien, deren Heftigkeit und Brutalität die Öffentlichkeit verschreckte. Daran knüpft der englische Schauspieler und Theaterregisseur Philip Davis in seinem ersten Kinofilm an, in dem vier Polizisten in die Hooligan-Szene eines fiktiven Fußballclubs "Shadwell Town" eingeschleust werden. Die Undercover-Agenten sollen die Drahtzieher der Unruhen ermitteln. Um an den harten Kern heranzukommen, tauchen die Polizisten in die heruntergekommenen Bezirke des Londoner South East ein, lernen Mannschaftsaufstellungen und Ergebnislisten auswendig, schlagen sich die Nächte in Pubs und Bars um die Ohren und grölen jedes Woch

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