Konfetti 6: Klavierspielen

Freitag, 01.06.2018

Diskussion

Kino ist eine Illusionskunst. Doch sobald eine Figur am Klavier sitzt und ihre Finger über die Tasten gleiten lässt, merkt Lukas Foerster irritiert auf. In seinem Blog geht der Siegfried-Kracauer-Stipendiat der Frage nach, warum das „so tun als ob“ hier an eine Grenze stößt.


In einer Facebook-Diskussion bin ich auf einen interessanten Gedanken gestoßen (dort formuliert von einem Schweizer Filmwissenschaftler): Gewisse künstlerische Fähigkeiten wie zum Beispiel das Klavierspiel bringen den illusionistischen Aspekt des Kinos an seine Grenzen. Man mag sich ohne weiteres darauf einlassen, dass ein Schauspieler auf der Leinwand zu einem Ritter wird, der im 15. Jahrhundert eine Festung belagert, oder zu einem wissenschaftlichen Genie, das mit einer bahnbrechenden Erfindung Millionen von Menschen das Leben rettet; aber wenn derselbe Schauspieler in einem Film beim Klav

Filmdienst Plus

Ich habe noch kein Benutzerkonto
Kommentar verfassen

Kommentieren