Geschichten vom Kübelkind

Donnerstag, 11.10.2018

Jetzt auf Kneipen-Kinotour: die anarchistische Kurzfilm-Serie von Ula Stöckl und Edgar Reitz aus den Jahren 1969-1971

Diskussion

Aus Frust über die Schwierigkeiten des Neuen deutschen Films schlossen sich Edgar Reitz und Ula Stöckl 1969 zusammen, um mit anstößigen Kurzfilmen das Establishment zu provozieren. 47 Jahre nach der Uraufführung touren die „Geschichten vom Kübelkind“ digital restauriert jetzt wieder durch Kunstvereine und Kleinkunst-Bühnen. Den Auftakt macht das Arsenal „Kneipenkino“ im silent green Kulturquartier in Berlin.


Das Kübelkind ist zurückgekehrt. 47 Jahre hat es in Blechbüchsen geschlafen, doch nun wurde es aufgeweckt, hergerichtet (sprich: digital restauriert) und wird nun im Herbst in Gestalt einer „Kneipenkino-Tour“ durch die Republik geschickt.



Ein Blick zurück. Im Oberhausener Manifest verkündeten 1961 junge Filmemacher, unter anderem Alexander Kluge, Edgar Reitz, Haro Senft und Peter Schamoni, den neuen deutschen Film schaffen zu wollen: „Der alte Film ist tot. Wir glauben an den neuen!“

Doch der alte Film war nicht tot. Die alten Mechanismen der Filmindustrie funktionierten weiterhin, und nach der anfänglichen Euphorie über kleinere Erfolge des jungen Kinos machte sich bald Depression breit. Bei

Kommentar verfassen

Kommentieren