Die Frau des Polizisten (rbb Fernsehen)

22.11., 00.00-02.50, rbb Fernsehen

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Das junge Paar Christine und Uwe führt nach außen hin ein harmonisches Familienleben in einer Kleinstadt. Die Frau (Alexandra Finder) kümmert sich zuhause um die kleine Tochter, der Mann (David Zimmerschied) arbeitet als Streifenpolizist. Doch das Familienglück wird erschüttert, als sich der Mann zur Gewalt gegen seine Frau hinreißen lässt, was die Frau vor der Umwelt verheimlicht und vor sich selbst verharmlost. Ein ohne festes Drehbuch entstandenes Drama, für das eine strenge, distanzierende Form gewählt wurde. Statt einer linearen Chronologie der Ereignisse erzählt Regisseur Philip Gröning (dessen neuer, nicht minder kontroverser Film „Mein Bruder heißt Robert und ist ein Idiot“ heute im Kino anläuft) die Geschichte über Impressionen aus dem Alltag der Familie in 59 Kapiteln, die durch Schwarzblenden voneinander getrennt sind. Der Film verweigert sich einfachen Deutungen, indem er das Entstehen von „häuslicher Gewalt“ im Kontext diverser, widersprüchlicher Auslöser zeigt. Ein in jeder Hinsicht außergewöhnliches Werk. – Sehenswert ab 16.

Foto: rbb/3L Filmverleih

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