Hope (arte)

21.2., 23.05-00.35, arte (ERSTAUSSTRAHLUNG)

Diskussion

Der Weg vom Golf von Guinea bis nach Europa ist weit und gefährlich. Auf ihrer verstörenden Reise treffen zwei Charaktere aufeinander: Die junge Nigerianerin Hope spürt, dass sie ohne Léonard aus Kamerun keine Chance zu überleben hat. Er will sie zunächst abschütteln, bringt es dann aber nicht über das Herz, die junge Frau alleinzulassen. Gemeinsam kämpfen sie sich durch die Sahara bis zur marokkanischen Küste, gezeichnet von Ghettos, skrupellosen Schmugglern und anderen Gestalten, die von Elend geprägt sind.

In nahezu dokumentarischer Manier begleitet Regisseur Boris Lojkine das fiktive, aber beispielhafte Schicksal zweier afrikanischer Migranten. Der Film wurde auf einer der meistfrequentierten Migrationsrouten nach Europa gedreht. Der nüchterne Blick der Inszenierung ist stets darauf bedacht, die Balance zwischen Nähe und Distanz zu wahren, indem Nahaufnahmen und weite Einstellungen geschickt aufeinander abgestimmt sind. Als Zuschauer fühlt man sich manchmal als Beobachter, manchmal als Reisebegleiter. In den Bildern, die die Weiten der Wüstenlandschaft zeigen, sind die Sonne, der brennende Sand und die trockene Luft förmlich zu spüren.

Foto: arte

Filmdetails
Kommentar verfassen

Kommentieren