Berlinale 2019: Panorama, die Vierzigste

Dienstag, 12.02.2019

Aus der Nebensektion der 69. "Berlinale"

Diskussion

Zum vierzigsten Geburtstags zeigt sich das „Panorama“ jünger denn je: Mit Filmen, die unverfroren Erzählkonventionen aushebeln, und hinreißenden schauspielerischen Nachwuchstalenten, die die etablierten Stars auf dem Roten Teppich ganz schön alt aussehen lassen.


Gut 40 Prozent Regisseurinnen im Wettbewerb der „Berlinale“! Ein wenig weltfremd mutet der Rummel um diese Zahl schon an. Schaut man über den Tellerrand des Roten Teppichs und betrachtet man sich das, was die „Berlinale“ zur Gänze ausmacht, entpuppt sich das Suchen nach Statistiken als eine Spielart für jene, die nur nach griffigen Nachrichten suchen. Die „Berlinale“ hatte nie ein Gender-Problem. Sie war immer offen für alles und jedes, bar jeder Oberflächlichkeiten und jedes Konformismus. Zumindest wenn man sich die letzten 40 Jahre anschaut, an deren Anfang Macher wie Moritz de Hadeln, Manfred Salzgeber und Wieland Speck standen, die in einem schleichenden Prozess der filmkünstlerischen (und auch sexuellen) Befreiung dem Wettbewerb eine Sektion zur Seite gestellt haben, in der die Vielfalt und die Radikalität zur Normalität wurde: Das „Panorama“. Im vierzigsten Jahr, das nur ganz nebenbei, haben in der von Paz Lázaro und Michael Stütz geleiteten Sektion gut ein Drittel der Regisseure weibliche Vornamen. Ob diese nun Männern oder Frauen gehören…egal!


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