Ennio Morricone wird mit Goldener Pontifikatsmedaille geehrt

Montag, 15.04.2019

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Preise hat Filmkomponist Ennio Morricone, der letztes Jahr seinen 90. Geburtstag feiern konnte, im Lauf seines langen und ungeheuer kreativen Lebens en masse eingeheimst – u.a. wurden ihm 2007 ein Ehren-„Oscar“ für sein Lebenswerk und 2016 ein „Oscar“ für die beste Filmmusik für Quentin Tarantinos „The Hateful 8“ zuteil. Eine ganz besondere Auszeichnung kann er nun am Abend des 15. April 2019 entgegennehmen: Er wird mit der „Goldenen Pontifikatsmedaille“ von Papst Franziskus geehrt, als Auszeichnung „für sein außerordentliches künstlerisches Wirken, das auch religiöse Aspekte hatte“.

Morricones Werk umfasst Kompositionen zu mehreren hundert Filmen, wozu Klassiker wie „Spiel mir das Lied vom Tod“, „Teorema“, „1900“ und „Cinema Paradiso“ gehören; u.a. lieferte er auch die Musik zu mehreren Teilen der in den 1990er-Jahren entstandenen Filmreihe „Die Bibel“ sowie zu einem Film über Papst Johannes XXIII. („Johannes XXIII“) und zwei Filmen über Papst Johannes Paul II. („Karol – Ein Mann, der Papst wurde“; „Karol – Papst und Mensch). Neben Kammermusiken und Kantaten schuf er außerdem 2015 eine Messe für Papst Franziskus.

Im Jahr 2012 wurde Morricone bereits vom Päpstlichen Rat für die Kultur mit der päpstliche Medaille „Per artem ad deum“ geehrt, zu deren Preisträgern u.a. auch Krzysztof Zanussi und Alexander Sokurow gehören. Darauf folgt nun die Auszeichnung mit der Goldenen Pontifikatsmedaille. Sie wird Morricone am 15. April in der Kirche Sant’Agnese an der Piazza Navona in Rom von Kardinal Gianfranco Ravasi überreicht, gefolgt von einer Vorführung von Johann Sebastian Bachs Johannespassion.



Foto: © Georges Biard/Wikimedia

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