Filmklassiker: Jenseits von Golzow

Sonntag, 05.05.2019

Eine Doppel-DVD macht das dokumentarische Werk von Barbara und Winfried Junge jenseits des „Golzow“-Zyklus zugänglich

Diskussion

Das singuläre Werk von Winfried und Barbara Junge kennzeichnet ein unverstellter Blick, Respekt vor Menschen wie Landschaften und die Gabe der stillen Beobachtung. „Gegenstand des Dokumentarfilms ist wie in der Kunst der Mensch, nicht das Problem“, notierte Winfried Junge in den 1970er-Jahren, was über allen seinen Arbeiten und denen seiner Frau stehen könnte. Die Handschrift der „Junges“, wie sich das bescheidene Filmemacher-Paar öffentlich vorstellt, lässt sich leicht identifizieren.

Obwohl ihre Namen primär mit der populären Langzeitstudie „Die Kinder von Golzow“ (1961-2007) in Verbindung gebracht werden, beweist ein Blick ins „andere“ Werk der beiden DEFA-Dokumentaristen, von dem jetzt eine Auswahl (als Doppel-DVD inklusive eines 550-seitigen pdf-Readers) erschienen ist, dass sie zu den Größten ihres Faches zählen.

In den Dienst der Wirklichkeit stellen

Seit 1964 realisierten sie insgesamt 35 lange und kurze Dokumentarfilme. Darunter finden sich Porträts und DDR-„Wochenschauen“, aber auch Auslandsreportagen, etwa über einen Besuch von Rostocker Bürgern im industriell stark gebeutelten Newcastle („Diese Briten, diese Deutschen – Zueinander unterwegs nach Newc

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