Rubber

Mittwoch, 15.05.2019

Diskussion

Das sich selbst deklarierende „Non-Sense-Movie“ ist der dritte Film von Quentin Dupieux, der sich nahtlos in dessen bisheriges – auch musikalisches – Schaffen eingliedert. Der unter dem Pseudonym Mr. Oizo bekannt gewordene Franzose landete 1999 mit dem Musikstück „Flat Beat“ einen riesigen Hit. Wie das dazugehörige Video und seine früheren Filme „Nonfilm“ (2001) und „Steak“ (2007) nahe legen, ist das „No reason“ – oder das „grand n’importe quoi“ („großes Irgendwas“) – ein dupieuxsches Stilprinzip. Dem Genre nach ist „Rubber“ ein Thriller. Sein Held ist ein abgefahrener Lkw-Reifen namens Robert, der sich vor den Augen des staunenden Publikums, das in „Rubber“ den Dreharbeiten zu einem Film beiwohnt, aus dem Sand erhebt. Nach anfänglichem Zögern rollt Robert los und entdeckt alsbald, dass er eine besondere Fähigkeit besitzt: Er kann durch reine Willenskraft Dinge explodieren lassen, was er erst an einem Kaninchen und später an einem Raben ausprobiert, um dann einer jungen Schönheit im knallroten Cabriolet stracks ins nächste Motel zu folgen. Doch das ist bloß der Anfang eines Films, der zunehmend grotesker, abstruser, auch blutiger wird, und dessen Regisseur offensichtlich mit spitzbübischer Lust mit dem Medium und den Erwartungen des Zuschauers spielt.

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Foto: Capelight

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