Der letzte Atemzug - Gefangen am Meeresgrund

Donnerstag, 29.08.2019

Auf Hochspannung getrimmter Dokumentarfilm über einen Tiefseetaucher in größter Not

Diskussion

Der Dokumentarfilm von Richard da Costa und Alex Parkinson ist auf Hochspannung getrimmt: 2012 gerieten drei Tiefseetaucher auf dem Grund der Nordsee bei Arbeiten an einer Ölplattform durch eine stürmische Wetterlage an der Meeresoberfläche in eine brenzlige Situation. Der junge Taucher Chris Lemons schaffte es nicht rechtzeitig in die rettende Taucherkugel und blieb zurück – mit Sauerstoff für nur wenige Minuten und in fast völliger Dunkelheit.

Der Film arbeitet sich mit den Mitteln eines Thrillers auf seinen Höhepunkt zu, wobei er mit Bildmaterial von dem Tag selbst, Nachstellungen und Interviews mit Kollegen und Lemons’ Verlobter arbeitet, die über das Schicksal des Tauchers lange im Unklaren lassen. Ebenso beweist der Film Faszination für das Taucher-Metier und seine Rituale – lange Eingewöhnungsphasen an den Druck unter Wasser, heliumgefüllte Luft usw. – sowie den Mut der Männer bei der versuchten Rettung von Lemons, was ihn letztlich auch mehr interessiert als die Frage, ob das Unglück auf menschliche Fehleinschätzungen zurückging und womöglich hätte verhindert werden können. – Ab 14.

Hier geht es zum Film in der arte Mediathek



Foto: Eric Börjeson

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