Himmel ohne Sterne

Donnerstag, 03.10.2019

Eine tragische Liebesgeschichte im Niemandsland zwischen BRD und DDR

Diskussion

Als einer der ersten westdeutschen Filme, der die Teilung Deutschlands überhaupt thematisierte, versagte sich Helmut Käutners „Himmel ohne Sterne“ 1955 eine Wertung der politischen Systeme. Im Mittelpunkt steht die Liebe eines jungen Paares, das durch die „widernatürliche“ Grenze zu einem Versteckspiel im Niemandsland zwischen BRD und DDR gezwungen ist: Der westdeutsche Polizist Carl Altmann (Erik Schumann) und die ostdeutsche Fabrikarbeiterin Anna Kaminski (Eva Kotthaus) vertreten den Wunsch nach Normalität, während ihre jeweiligen Elternpaare völlig in der Vergangenheit hängen und jeden Gedanken an Wiedervereinigung abgeschrieben haben.

Trotz mitunter prätentiösen Dialogen bleibt der Film eine der stärksten bundesdeutschen Kinoproduktionen der 1950er-Jahre mit ausgezeichneter Fotografie und guten Darstellern, nach wie vor eindrucksvoll als ein Plädoyer für mehr Menschlichkeit. – Sehenswert ab 14.

Hier geht es zum Film in der arte Mediathek



Foto: Kurt Hasse/Beta Film

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