Die letzten 76 Tage der Königin Marie-Antoinette

Donnerstag, 17.10.2019

Ein Dokumentarfilm um den Prozess gegen die letzte französische Königin

Diskussion

Ihr Schicksal hat immer wieder Künstler und auch Filmemacher fasziniert: Im Zuge der Französischen Revolution wurde Marie-Antoinette, die Gemahlin von König Ludwig XVI. von Frankreich, 1793 in Paris enthauptet. Das Image der arroganten, genuss- und verschwendungssüchtigen, für die Not des Volkes blinden Aristokratin, das schon die Revolutionäre in Karikaturen von ihr verbreiteten, ist die gebürtige Österreicherin nie ganz losgeworden.

Der teilweise mit Re-Enactments arbeitende Dokumentarfilm von Alain Brunard versucht nun nicht, dieses Bild durch ein umfassendes Porträt zurechtzurücken, sondern konzentriert sich auf die Schlussphase von Marie-Antoinettes Leben und auf die politische Gemengelage, die schließlich zu ihrer Hinrichtung führte. Im Zentrum steht dabei der Prozess, der der ehemaligen Königin, 1793 schon zur „Bürgerin“ der gerade mal zehn Monate jungen Republik Frankreich degradierten Marie-Antoinette gemacht wurde. Mit

Unterstützung des Historikers Emmanuel de Waresquiel werden anhand unveröffentlichter Dokumente die letzten Tage von Marie-Antoinette rekonstruiert und die Hintergründe der juristisch fragwürdigen Gerichtsverhandlung beleuchtet – und mit ihnen ein Schlüsselmoment der französischen Geschichte, in dem die Freiheits- und Gleichheitsideale der Revolution in das blutige „terreur“-Regime mündeten, das die erste Republik letztlich scheitern ließ. – Ab 14.

Hier geht es zum Film in der arte Mediathek



Foto: © Jérémie Léon/ARTE F/Zed/BE-Films/Umedia

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