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Weißer Terror

Mittwoch, 05.02.2020

Ungewöhnlicher Roger-Corman-Film über einen rassistischen Agitator

Diskussion

1961 war die Durchsetzung der Bürgerrechte für schwarze US-Amerikaner auch in den Südstaaten ein brandheißes Thema: Während erste Erfolge durch Gesetze und Beschlüsse zu verzeichnen waren, mussten diese zum Teil mit Gewalt gegen den Widerstand rassistischer Bürger wie Behörden durchgesetzt werden; hinzu kamen die Agitation gegen die afroamerikanischen Bürgerrechtler und bald auch Angriffe und Anschläge auf Schwarze. In dieser Stimmung inszenierte der Billigfilmer Roger Corman einen seiner ungewöhnlichsten Filme und setzte dazu den späteren Fernsehstar William Shatner in einer ebenfalls ungewohnten Rolle ein: Shatner spielt einen Agitator aus Washington, der in einer kleinen Stadt im Süden auftaucht, wo gerade schwarze und weiße Kinder gemeinsam zur Schule gehen sollen. Perfide hetzt er die unmutige, aber sich anfangs noch dem Gesetz fügende Bevölkerung gegen die gesetzliche Rassengleichheit auf.

Corman inszeniert das als routiniertes Melodram, das zwar die Wurzeln des Rassismus und seine Verankerung in der Bevölkerung ausklammert und sich ganz auf die bösartige Hauptfigur konzentriert, in seiner eindringlichen Problemstellung aber durchaus fesselt. – Ab 14.

Hier geht es zum Film in der arte Mediathek

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