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Das Osterman Weekend (3sat)

Freitag, 13.11.2020

27.11., 22.25-00.00, 3sat

Diskussion

Der 1983 entstandene Thriller war der Schlusspunkt im Werk eines der wichtigsten Filmemacher des sogenannten „New Hollywood“: Sam Peckinpah, der dem Kino Klassiker wie „The Wild Bunch“ und „Getaway“ beschert hatte, legte mit dieser Adaption eines Verschwörungskrimis von Robert Ludlum sein letzte Regiearbeit vor, bevor er 1984 verstarb. Das Thema: Eine Spy-Story, bei der es nicht zuletzt um die manipulative Macht von Bildmedien geht. Im Zentrum: Rutger Hauer als regierungskritischer Fernsehjournalist John Tanner, der vom CIA kontaktiert wird, weil angeblich drei seiner Freunde für den KGB spionieren. Tanner soll nun helfen, die Männer zu überwachen und möglichst „umzudrehen“, also in den Dienst der US-Seite zu nehmen, und zwar bei einem gemeinsamen Wochenende.

Die Geschichte, die der Film mittels geschickt integrierter Videoaufzeichnungen und Bespitzelungsdokumentationen der CIA-Agenten als zunächst eindeutig ausgibt, wird indes immer trügerischer: Bilddokumente, die den Fernsehjournalisten von der Schuld seiner Freunde überzeugen sollen, erweisen sich als inszeniert; angebliche Sicherheiten durch Bilddokumente und Kameraüberwachung sind in Wirklichkeit bedrohliche Fallen. Während so der CIA-Agent Fassett (John Hurt) wie eine Spinne im Überwachungsnetz von Tanners Haus sitzt und das als fröhlichen Jahrestreff alter Freunde angesetzte Wochenende ins aggressive Chaos steuert, beginnt für Tanner ein Kampf gegen die Manipulationen eines Medienapparats und schließlich auch gegen ganz handfeste Bedrohungen für Leib und Leben. - Ab 16.

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