Alamo ist der Name einer verlassenen Missionsstation, die im Jahre 1836, als die Bewohner von Texas gegen Mexiko einen Unabhängigkeitskampf führten, eilig zu einer Festung ausgebaut und von 185 Freiwilligen verteidigt wurde, bis auch der letzte Mann tot war. Die Belagerten wußten, daß sie keine Chance hatten zu überleben, hofften aber vage, daß sie mit ihrem Widerstand den Feind so lange von der Texas-Hauptmacht zurückhalten konnten, bis sich diese ganz gesammelt hatte.
Ein monumental aufgezogener Kriegsfilm, dessen übersteigerter Heldenpathos nicht mehr heutigen Sehgewohnheiten entspricht und daher als "Kind seiner Zeit" gesehen werden sollte. Regisseur und Produzent John Wayne hat mit viel Aufwand, Tempo und manchmal allzu viel Gefühl inszeniert. Die Amerikaner erscheinen durchweg als prächtige Draufgänger, denen es auf einen Kinnhaken mehr oder weniger nicht ankommt. Die drei Hauptdarsteller (neben Wayne auch Laurence Harvey und Richard Widmark) spielen, im Sinne des Films, durchaus überzeugend. In den dekorativ ausgewalzten Kampfszenen freilich fließt so viel rote Farbe, daß man sich das Vergnügen nicht verkneifen kann. - Ab 16.