Daniel Kaluuya in „Get Out“ (© 2017 Universal Studios)

Get Out (ProSieben)

Horrorthriller um einen Afro-Amerikaner und den unheimlichen Antrittsbesuch bei den Eltern seiner weißen Freundin - am 1.6., 00.40-02.30 Uhr, auf ProSieben

Veröffentlicht am
19.05.2026 - 10:19:13
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Auf dem Weg zu den Eltern von Rose (Allison Williams) stirbt ein Tier. Das Reh knallte frontal gegen das Auto. Der verstörte Chris (Daniel Kaluuya) droht in den Augen des verendenden Wildes zu versinken. Damit ist filmisch und emotional die Komfortzone von „Get Out“ und einer unbeschwerten Beziehung vorüber; der Weg nach draußen führt auf gefährliches Terrain. Für den Afroamerikaner Chris bietet sein urbanes Lebensumfeld die nötige Alltagssicherheit, wo der junge Filmemacher mit seiner Kamera den Alltag der schwarzen Arbeiterschicht dokumentiert.

Auf dem Land, unterwegs zu den Eltern seiner weißen Freundin Rose, wird er nach dem Unfall von den Polizisten sogleich rüde nach seinem Ausweis gefragt, obwohl er gar nicht am Steuer saß. Das Gefühl einer fundamentalen Verunsicherung täuscht Chris trotz der freundlichen Aufnahme in dem herrschaftlichen Anwesen nicht, in dem ihn die schwarzen Dienstboten mit seltsamen Augen beobachten.

Die US-amerikanische Kritik hat das Regiedebüt von Jordan Peele mit Begeisterung gefeiert, weil es das hinlänglich bekannte Repertoire des Horrorfilms mit dem nicht minder bekannten Repertoire diskriminierender Alltagserfahrungen verquickt und dem Genre neues Leben einhaucht, während gleichzeitig der Rassismus zur Kenntlichkeit entstellt wird. Doppelbödiger Humor kennzeichnet den durchtriebenen Duktus des spektakulären Wurfs, der seine grausigen Geheimnisse erst im Finale preisgibt. Das würdigte auch die „Oscar“-Academy, die den satirischen Stoff mit vier Nominierungen und dem Preis fürs Drehbuch bedachte. – Ab 16.

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