Die junge saudi-arabische Ärztin Maryam (Mila Al Zahrani) kandidiert eher unfreiwillig bei einer Lokalwahl und nimmt den Kampf gegen einen konservativen Rivalen auf, weil sie die Straße vor ihrem Krankenhaus asphaltieren lassen will. Damit provoziert sie einen Skandal, weil Frauen traditionell keine öffentlichen Ämter zugestanden werden.
Der Film von Haifaa Al-Mansour setzt nach Ausflügen der Regisseurin ins englischsprachige Kino fort, was sie mit „Das Mädchen Wadjda“ 2012 erstmals in Angriff genommen hatte: Die langsame Emanzipation der Frauen im ultrakonservativen Saudi-Arabien. Sie folgt den Auseinandersetzungen der Medizinerin im Zuge ihres spontan organisierten Wahlkampfs und verbindet dies mit aufschlussreichen Beobachtungen zu den inneren Widersprüchen und einem sich sacht anbahnenden gesellschaftlichen Wandel im Land. – Sehenswert ab 14.
Lesehinweis
Frauen an die Macht. Ein Interview mit der Regisseurin Haifaa Al-Mansour.