Das Mädchen Wadjda

Drama | Deutschland/Saudi-Arabien 2012 | 97 (24 B./sec.)/93 (25 B./sec.) Minuten

Regie: Haifaa Al Mansour

Ein ebenso temperamentvolles wie selbstbewusstes zwölfjähriges Mädchen lebt mit seiner alleinerziehenden Mutter in Riad und wünscht sich sehnlichst ein eigenes Fahrrad. Da aber das Radfahren in dem von strengen wahabitischen Traditionen geprägten Land für Mädchen als unschicklich gilt, weigert sich die Mutter, den Wunsch zu erfüllen. Doch das willensstarke Kind setzt alles daran, um das notwendige Geld selbst zu verdienen. Der erste komplett, teilweise illegal in Saudi-Arabien gedrehte Film verbindet eine anrührende Geschichte um den Kampf eines „Underdogs“ um seinen Lebenstraum, wie man ihn aus vielen Filmen kennt, mit spannenden Einblicken in die Lebenswelt saudischer Frauen. Der unterhaltsame und durchaus auch spannende Film fesselt zugleich als kritisches Gesellschaftsporträt, das dafür plädiert, mit erstarrten misogynen Traditionen zu brechen. (Auch O.m.d.U.; Kinotipp der katholischen Filmkritik) - Sehenswert ab 12.

Filmdaten

Originaltitel
WADJDA
Produktionsland
Deutschland/Saudi-Arabien
Produktionsjahr
2012
Regie
Haifaa Al Mansour
Buch
Haifaa Al Mansour
Kamera
Lutz Reitemeier
Musik
Max Richter
Schnitt
Andreas Wodraschke
Darsteller
Reem Abdullah (Mutter) · Waad Mohammed (Wadjda) · Abdullrahman Al Gohani (Abdullah) · Ahd (Hussa) · Sultan Al Assaf (Vater)
Länge
97 (24 B./sec.)/93 (25 B./sec.) Minuten
Kinostart
05.09.2013
Fsk
ab 0; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 12.
Genre
Drama

Heimkino

Verleih DVD
Koch (16:9, 1.78:1, DD5.1 arab./dt., dts arab./dt.)
Verleih Blu-ray
Koch (16:9, 1.78:1, dts-HD arab./dt.)
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Diskussion
Es ist nur ein Zettel mit ihrem Namen darauf. Trotzdem hat das Stück Papier für die zwölfjährige Wadjda Bedeutung. Auf einem Bild an der Wohnzimmerwand ihres Elternhauses in Riad ist ein Stammbaum ihrer Familie zu sehen. „Du stehst da nicht drauf, da sind nur die Männer“, sagt ihre Mutter. Wadjda entgegnet nichts. Aber sie schreibt sich mittels des Zettels einfach selbst in die Familiengeschichte hinein, indem sie ihn an den „Ast“ ihres Vaters pinnt. Wenig später hat jemand das Papier wieder abgerissen. Der Film der Regisseurin Haifaa Al Mansour über ein Mädchen, das sich nicht den Schneid abkaufen lässt, ist selbst so etwas wie ein weiblicher Zettel in einer Geschichte, in der Frauen bisher wenig zu melden hatten: ein Film von einer saudi- schen Frau, ganz fokussiert auf weibliche Figuren. „Wadjda“ ist zudem der erste Film, der komplett in Saudi-Arabien gedreht wurde – als Co-Produktion mit einer deutschen Crew, aber mit einem rein saudischen Cast. Das war der Regisseurin wichtig, um ihren Film „authentisc

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