Szenenbild aus "Die Legenden von Paris"
Szenenbild aus "Die Legenden von Paris" (© Silex Films)

Doku-Serie: Die Legenden von Paris (arte)

Animierte Miniserie über die Umbrüche in der Kunst des frühen 19. Jahrhunderts - am 22.8., 00.05-03.25, arte (4 Folgen)

Veröffentlicht am
06.08.2026 - 11:34:05
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In der ersten Hälfte des 19. Jahrhundert wächst in der französischen Hauptstadt eine neue Generation von Künstlern heran, die fest entschlossen sind, die bisherigen Vorstellungen über Kunst, Literatur und Musik zu revolutionieren. Politisch befand sich Frankreich in den 1820ern nach der bewegten Phase der Revolution und des Kaiserreichs in der Phase der Restauration, aber das Heraufdämmern der Moderne ließ sich davon nicht aufhalten. Angeführt von Victor Hugo, Alexandre Dumas und Eugène Delacroix, rangen Literaten, Musiker und Maler um neue Ausdrucksmöglichkeiten. Bisherige Standards werden über den Haufen geworden und neue, bahnbrechende Werke wie das Gemälde „Der Tod des Sardanapal“ (1827) von Delacroix, Hugos Romane wie „Hernani“ (1830) und „Der Glöckner von Notre-Dame“ (1831) oder die „Symphonie Fantastique“ (1830) von Hector Berlioz werden geschaffen.

Aus dem künstlerischen Aufbruch der französischen Romantiker, so die animierte vierteilige Doku-Serie „Die Legenden von Paris“, resultiert aber auch ein politisches Bewusstsein. Während auf den Straßen das Volk für die Republik auf die Barrikaden geht, wollen auch die Kunstschaffenden nicht aufgeben, ehe die Freiheit gesiegt hat. Zu den porträtierten Künstlern jener Jahre zählen neben Hugo, Dumas, und Delacroix auch George Sand, Honoré de Balzac, Charles Baudelaire. Sie haben die europäische Sicht auf die Kunst nachhaltig verändert. Mittels der Animationen, die feinfühlig versuchen, die damalige Zeit lebendig werden zu lassen, und den Erläuterungen einer Erzählerin aus dem Off (in der deutschen Fassung: Nina Kunzendorf) entfaltet sich eine faszinierende Zeitreise in jene Epoche, als Paris die „Hauptstadt“ der Kunst und die Wiege der Moderne war. – Ab 14.

 

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