Der kleine Fledermaus-Junge Benjamin hat ein Problem: Er fürchtet sich vor der Dunkelheit. Umso mehr seit seine Mutter Opfer einer Eule wurde. Deshalb will er nachts nicht den sicheren Turm verlassen, in dem seine Familie Unterschlupf gefunden hat, was ihm viel Spott von seinen drei Brüdern einbringt und auch beim Vater nur auf begrenztes Verständnis stößt. In seiner Not wagt sich Benjamin am Tag hinaus, wo Helligkeit und Vögel sich – wie von seiner Familie immer behauptet – als gefährlich erweisen. Doch der Fledermaus-Junge freundet sich auch mit dem Vogelmädchen Sherida an, das mit seinen Eltern bei „ihrem Menschen“ in einem Hochhaus lebt. Trotz einer schwachen Stimme will Sherida bei einem Gesangswettbewerb antreten – und hofft nunmehr auf den Sieg, da ihr neuer Fledermaus-Freund gerne und gut singt. Doch die Freundschaft entwickelt sich nicht ungefährdet.
Der niederländische Animationsfilm von Patrick Raats und Sarah Sutter entwickelt mit kantigen, kontrastreichen Zeichnungen schnell einen eigenen Stil. Hinzu kommen farbenfrohen Charaktere und ein kindgerecht aufbereiteter Plot um den Abbau von Vorurteilen und die Schönheit der Begegnung mit anderen Kulturen. Handlung und Lieder folgen zwar erkennbar amerikanischen Vorbildern, doch der Film entwickelt viel eigenen Charme. – Ab 8.