Es ist der Traum eines Enthüllungsjournalisten: Ein anonymer Informant bestellt den Reporter Paul Kerjean (Patrick Dewaere) nachts in eine Tiefgarage und übergibt ihm brandheißes Material. Dieses stellt Jacques Benoît-Lambert, Chef einer staatlichen Energiefirma, als korrupt und Teil höchst fragwürdiger Geschäfte dar; Benoît-Lambert stehe kurz vor dem Verkauf seiner Firma an den multinationalen Konzern GTI. Kerjeans Nachforschungen, die ihn unter anderem zu einem Privatdetektiv (Charles Denner) und zu dem GTI-Direktor (Mel Ferrer) führen, scheinen das zu bestätigen. Nachdem Kerjean seinen Artikel veröffentlicht hat, wird Benoît-Lambert tot aufgefunden, alles deutet auf Selbstmord hin. Doch dann geht dem Journalisten auf, dass es sich um Mord handelt, er selbst manipuliert wurde und ebenfalls in Lebensgefahr ist.
Der französische Spannungsexperte Henri Verneuil setzte die beklemmende Thematik Anfang der 1980er-Jahre als interessanten und weitgehend spannend entwickelten Polit-Thriller um. Die Warnung vor einem immer größeren Vermögen in den Händen von immer weniger Konzernen erscheint dabei auch aus über 40-jährigem Abstand ebenso visionär wie zutreffend. Manche Effekte und die eher komplizierte Erzählform mit verschachtelten Rück- und Vorausblicken werden durch die sichere Inszenierung und eine Riege exzellenter Charakterköpfe aufgefangen. – Ab 16.