Glückssache

Michael Gwisdek (geb. 14. 1. 1942 in Berlin-Weißensee), Theater- und Filmschauspieler mit Faible für humorige Rollen, spielt in Matti Geschonnecks „Boxhagener Platz“ („Berlinale“-Sektion „Spezial“, im Kino seit dem 18.2., Kritik in fd 05/10)) einen Ex-Spartakuskämpfer und kritischen Zeitgenossen, der im hohen Alter die Liebe findet. Gwisdek ist der „Berlinale“ seit Jahrzehnten treu; 1999 erhielt er für seine Rolle in „Nachtgestalten“ einen „Silbernen Bären“. War dieser charmante Gentleman alter Schule eine Paraderolle für Sie? Michael Gwisdek: Beim Lesen war ich erst scharf auf den Rudi, den Hermann Beyer spielt, weil der die Pointen hat. Mir macht es eben Spaß, wenn ich einen Lacher kriege. Aber Matti Geschonneck hat mich eingeschworen auf die Rolle, und ich war glücklich, auch wenn ich für meine Verhältnisse eine ernste und zurückhaltende Figur gespielt habe, die nur an einigen Stellen Humor aufblitzen lässt, das geht nicht anders bei mir. Insofern war es eine Paraderolle und eine wunderschöne Arbeit. Ich bin mit Lust morgens zum Drehort gefahren. Sie treffen sich mit Otti alias Gudrun Ritter auf dem Friedhof. Gehen Sie öfter auf Friedhöfen spazieren? Gwisdek: Nein, von allein gehe ich da nicht hin. Ich gehe auch nicht zu Beerdigungen, außer der von meinen Eltern und Heiner Müller. Ich bin einer, der ein schlechtes Gewissen hat, weil er das Grab seiner Mutter nicht pflegt. Hat das mit der Angst vor dem Tod zu tun? Gwisdek: Ich habe Angst vor Krank

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