Ai-un: Hugo Makibi Enomiya-Lassalle. Brückenbauer zwischen Zen und Christentum

„Ich muss zum Nichts gehen“, hat der Jesuitenpater Hugo Lassalle (1898-1990) an einer entscheidenden Weggabelung seines Lebens beherzt formuliert. In diesem „Nichts“ klingt zwar auch seine Erfahrung mit der buddhistischen Zen-Meditation an, der er sich zu diesem Zeitpunkt schon lange Jahre intensiv widmete; doch das vielschichtige Filmporträt über den hochaufgeschossenen Jesuiten lässt keinen Zweifel daran, dass sich der Satz auch auf den Widerstand der katholischen Kirche bezieht, die seinem großen Lebensexperiment lange skeptisch-ablehnend gegenüberstand. Erst das Zweite Vatikanische Konzil und die gesellschaftliche Aufbruchstimmung öffneten Lassalle die Türen und ließen ihn zum Wegbereiter eines christlich interpretierten Zen in Europa und der USA werden. Der Dokumentarfilm von Christof Wolf zeichnet nun nicht nur die außergewöhnliche Biografie

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